Europas Leitbörsen halten zu Mittag Gewinne

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf ihre Gewinne vom Vormittag gehalten. Gute Vorgaben aus ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf ihre Gewinne vom Vormittag gehalten. Gute Vorgaben aus Asien und der Wall Street hatten für kräftige Unterstützung gesorgt. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 312,82 Einheiten oder 9,53 Prozent auf 3.594,35 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 11.745,90 Punkten und plus 150,96 Einheiten oder 1,30 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London legte am Tag nach dem Entscheid, dass sich das Parlament nochmals mit der Austrittserklärung aus der EU befassen muss, moderat um 21,41 Zähler oder 0,30 Prozent und steht nun bei 7.171,75 Stellen.

Das datenseitige Interesse galt heute den Geschäftsklimaindizes für Jänner aus Deutschland und Frankreich. Die deutsche Wirtschaft ist verhalten ins Jahr gestartet. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel überraschend auf 109,8 Zähler - nach 111,0 Punkten im Vormonat. Auch die Stimmung in französischen Unternehmen hat sich ebenfalls eingetrübt. Der Indikator für das Geschäftsklima im Jänner sei um einen Punkt auf 104 Punkte gefallen. Das französische sowie das deutsche Geschäftsklima halten sich aber trotz des Dämpfers weiter auf einem hohen Niveau.

Im Branchenvergleich taten sich die Banken- und Finanzwerte mit Gewinnen hervor. Steen Jakobsen, Chefökonom der Saxo Bank prognostizierte in einem Bloomberg-Interview der europäischen Bankenbranche mehre Jahre Wachstum, wenn man Trump und die Volatilität im Zaum halte.

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 schoben sich Banco Santander mit 3,31 Prozent im Plus. Die spanische Großbank hat 2016 trotz der Brexit-Folgen und der niedrigen Zinsen mehr verdient. In Frankreich legten Societe Generale unterdessen um drei Prozent zu.

Deutsche Bank legten ebenfalls um drei Prozent zu. Das Institut plant laut Medienberichten einen Teilbörsengang seiner Fondstochter Deutsche Asset Management. Die Idee sei zwar nicht neu, räumte ein Händler am Morgen ein, scheine nun aber Gestalt anzunehmen.

Zudem rückte eine mögliche Megafusion in Italien in den Fokus der Anleger. Die Bank Intesa Sanpaolo (minus 2,44 Prozent) bestätigte das Interesse an dem aus demselben Land stammenden Versicherer Generali. Generali-Aktien fielen um 0,7 Prozent.

In Zürich schossen wegen guter Quartalszahlen die Papiere des Computerzubehör-Herstellers Logitech um 13,55 Prozent nach oben. Dort legten ebenfalls Novartis um 1,7 Prozent zu. Der Schweizer Pharmakonzern erwägt die Abspaltung seines Augenheilgeschäft.

In London gehörten die Aktien von Antofagasta mit plus 1,2 Prozent zu den Gewinnern. Händler begründeten die Kursgewinne mit positiven Produktionszahlen. Die Papiere des Bergbaukonzerns hoben sich dabei von einem insgesamt eher schwächeren Branchentrend ab: Minenwerte verloren nach ihrer starken Kursperformance vom Vortag insgesamt an Schwung.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA281 2017-01-25/12:41


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