Wien Energie: Gas/Wärmeverbrauch bisher um 10 bis 20% über Vorjahr

Wien (APA) - Der kalte Winter schlägt sich in der bisherigen Heizsaison bei den Kunden der Wien Energie in einem höheren Gas- und Wärmeverbr...

Wien (APA) - Der kalte Winter schlägt sich in der bisherigen Heizsaison bei den Kunden der Wien Energie in einem höheren Gas- und Wärmeverbrauch nieder: Je nach Heizverhalten liege der Verbrauch seit Oktober durchschnittlich um 10 bis 20 Prozent über den Werten des Vorjahreszeitraumes, hieß es aus der Wien Energie heute zur APA.

Gegenüber einem normalen Winter (30-Jahres-Vergleich) sei der Verbrauch in der bisherigen Heizsaison um rund 10 Prozent höher.

Ein Heizkunde mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 10.700 Kilowattstunden (kWh) zahle nach derzeitigem Stand und unter Berücksichtigung der beiden Preissenkungen im Mai und Oktober 2016 bisher um 25 bis 50 Euro mehr als im Vorjahr und um etwa 25 Euro mehr als im 30-jährigen Durchschnitt. Die Wien Energie weist aber darauf hin, dass die Bilanz der Heizkosten eine Momentaufnahme sei, denn die Heizperiode dauere noch einige Monate. Die Preissenkungen wirkten im heurigen Winter kostendämpfend.

Die Kraftwerke der Wien Energie erzeugen an kalten Wintertagen bei Temperaturen um minus 10 Grad um rund 30 Prozent mehr Wärme als an normalen Wintertagen mit Temperaturen um null Grad. Die Wärmeleistungsspitze sei in der bisherigen Heizperiode in der Nacht von 10. auf 11. Jänner bei 2.200 Megawatt (MW) gelegen. Die in Wien bisher höchste je gefahrene Wärmeleistungsspitze habe es am 3. Februar 2012 mit 2.400 MW gegeben. Selbst an solchen Spitzentagen halte Wien Energie noch immer mehr als ein Viertel Reservekapazität.

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Die Energieversorger gehen laut Energieagentur bisher von einem gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent höheren Verbrauch fürs Heizen aus. Wenn der Winter weiterhin so kalt bleibe, nehme die Österreichische Energieagentur an, dass es Mehrkosten von 100 bis 200 Euro gebe, so der stellvertretende Geschäftsführer Herbert Lechner gestern in der ORF-“ZiB“. Allerdings sei der vorige Winter besonders warm gewesen. Im langjährigen Vergleich lägen die Kosten um 10 Prozent über dem Durchschnitt. Sparen kann man mit einer Temperaturabsenkung: „Ein Grad weniger bedeutet 6 Prozent Einsparung bei den Kosten“, so Lechner in „Österreich“.


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