Bundespräsident: Präsidentinnen geben Amtstipps

Wien (APA) - Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) hat sich in ihrer kurzen Ansprache anlässlich der Angelobung von Alexander Van der Be...

Wien (APA) - Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) hat sich in ihrer kurzen Ansprache anlässlich der Angelobung von Alexander Van der Bellen erfreut gezeigt, dass es nun wieder einen gewählten Bundespräsidenten gibt: „Was lange währt, wird heute gut.“

„Ich freue mich, dass ich diese Aufgabe in ihre Hände legen kann“, meinte Bures, die mit ihren Kollegen aus dem Nationalratspräsidium die vergangenen Wochen die Geschäfte des Präsidenten übernommen hatte. Gleichzeitig zeigte sich die Parlamentschefin überzeugt, dass sich die Zusammenarbeit des Hohen Haus mit dem langjährigen Klubobmann der Grünen positiv gestalten werde.

Van der Bellen wisse die Vielfalt und den Kompromiss zu schätzen. Es sei möglich sich in der Mitte zu treffen, auch wenn man aus unterschiedlichen Richtungen komme. Erinnert wurde Van der Bellen von Bures daran, dass all dessen Vorgänger bewusst die Tradition geprägt hätten, mit den weit reichenden Kompetenzen des Amts sorgsam umzugehen.

Bundesratspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann warf indirekt noch einen Blick zurück auf den durchaus polemischen Wahlkampf. Nach dem Kampf der Worte brauche es jetzt die Kraft des Gemeinsamen. Vom neuen Bundespräsidenten, ihrem Tiroler Landsmann Van der Bellen, erhofft sich Ledl-Rossman, dass dieser positiv, verbindend, besonnen und gerne auch mit einer angemessenen Patriotismus agieren möge. Er solle ein verlässlicher Partner der Menschen in Österreich sein.

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Gerade jetzt brauche es Orientierung, Sicherheit und eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Menschen. Angst könne hier aber nicht der Antrieb für die Gestaltung Österreichs sein. Eigenschaften wie Wagemut und Exzellenz seien es, die Großes entstehen ließen.

Mit Interesse wurde bei der Bundesversammlung betrachtet, wie die FPÖ wohl auf jenen Bundespräsidenten reagieren wird, der sie zumindest nach bisherigen Ankündigungen nicht in einer Regierung angeloben will. Begeistert war man bei den Freiheitlichen dann auch nicht. Während Van der Bellen insgesamt vom Auditorium mit lang anhaltendem Beifall empfangen wurde, verweigerten sich die Abgeordneten der FPÖ mit Parteichef Heinz-Christian Strache an der Spitze hier und verfolgten die Zeremonie reglos. Eine Ausnahme bildete der gescheiterte freiheitliche Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer, der gemeinsam mit den anderen Nationalratspräsidenten applaudierte.


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