Zuwanderung aus Krisenländern ist in Vorarlberg zurückgegangen

Bregenz (APA) - Die Zuwanderung von Flüchtlingen aus Krisenländern ist in Vorarlberg im vergangenen Jahr etwas zurückgegangen. Von den 3.633...

Bregenz (APA) - Die Zuwanderung von Flüchtlingen aus Krisenländern ist in Vorarlberg im vergangenen Jahr etwas zurückgegangen. Von den 3.633 Menschen, die insgesamt aus dem Ausland zuzogen, kam mit 1.203 Personen rund ein Drittel aus diesen Ländern. 2015 betrug ihr Anteil noch mehr als die Hälfte. Insgesamt wächst die Bevölkerung Vorarlbergs aber noch immer stark, 2016 um 1,2 Prozent.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 hatten 389.570 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Österreichs westlichstem Bundesland, um 4.597 Personen mehr als im Vorjahr, geht aus den aktuellen Daten der Landesstelle für Statistik hervor. Nur ein Drittel (1.398 Menschen) davon resultierte aus einer positiven Geburtenbilanz. Der weitaus größere Teil (3.199) ist auf eine positive Wanderungsbilanz zurückzuführen, wobei der Saldo der österreichischen Staatsbürger wie bereits in den vergangenen Jahren mit 434 Personen negativ ist.

Von den 3.633 aus dem Ausland zugewanderten Personen stammten 54 Prozent aus EU-Mitgliedsstaaten, 33 Prozent aus Kriegs- und Krisenländern und 15 Prozent aus anderen Staaten. Der Ausländeranteil an der Bevölkerung stieg damit um 0,8 Prozentpunkte auf 17,0 Prozent oder in absoluten Zahlen um 3.774 Personen auf 66.230. Insgesamt war die Zuwanderung 2016 aber um 1.653 Personen niedriger als im Vorjahr.

Aus den Krisenländern Syrien, Afghanistan, Irak, Somalia und Pakistan lebten Ende 2016 4.862 Personen in Vorarlberg. 1.717 davon waren minderjährig, 544 Kinder im Vorschulalter und 793 Kinder schulpflichtig. Die größte Gruppe der Flüchtlinge stellen mit 2.112 Personen syrische Staatsbürger, gefolgt von 1.669 Afghanen, 583 Irakern, 347 Somaliern und 151 Menschen aus Pakistan. 33 Prozent der Syrer und 25 Prozent der Afghanen sind im vergangenen Jahr in Vorarlberg registriert worden.

Der Bevölkerungszuwachs in Vorarlberg konzentrierte sich wie in der jüngeren Vergangenheit vorwiegend auf das Rheintal, in dem mittlerweile 262.196 Menschen leben. Die mit Abstand größte Stadt in Vorarlberg bleibt Dornbirn mit 48.863 Einwohnern.


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