Buchmessechef Boos hofft auf Eröffnung in Frankfurt ohne FN-Chefin

Paris (APA/dpa) - Der Chef der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos (55), schaut gespannt auf die diesjährige Eröffnung mit Frankreich als Eh...

Paris (APA/dpa) - Der Chef der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos (55), schaut gespannt auf die diesjährige Eröffnung mit Frankreich als Ehrengast. „Ich hoffe, dass nicht Marine le Pen die Buchmesse eröffnen wird“, sagte Boos in Paris der Deutschen Presse-Agentur. Auf der deutschen Seite wünsche er sich Frank-Walter Steinmeier.

Die Chefin der rechtsextremen Front National (FN) könnte im Frühjahr bei den Präsidentschaftswahlen in die Stichwahl kommen. Steinmeier (SPD) stellt sich am 12. Februar der Bundespräsidentenwahl.

Angesichts der politisch unsicheren Zeiten nehme die Bedeutung Frankreichs als Gastland der Frankfurter Buchmesse immer mehr zu. „Die Idee Frankreich einzuladen, ist noch entstanden, als Nicolas Sarkozy französischer Staatspräsident war“, sagte Boos. Heute sei das deutsch-französische Verhältnis gestört, der Brexit spalte Europa und in beiden Ländern werde gewählt. Sarkozy stand von 2007 bis 2012 an der Spitze Frankreichs.

Boos nahm zusammen mit deutschen Journalisten an dem französischen Auftakt des zweitägigen Ehrengastprogramms in Paris teil. Höhepunkte des am Freitag zu Ende gegangenen Programms waren neben Treffen mit französischen Verlegern auch die Verleihung der Ehrendoktorwürde an den deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck in der Universität Paris-Sorbonne sowie dessen Empfang in der namhaften Académie française, der Hüterin der französischen Sprache.

Die Buchmesse wird am 11. Oktober eröffnet. Frankreich war zuletzt im Jahr 1989 Ehrengast. Im Mittelpunkt des Auftritts stehen die französische Sprache und die französischsprachige Literatur.


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