89. Oscars: Iranischer Star-Regisseur Farhadi erwägt Boykott

Teheran/Hollywood (APA/dpa) - Der iranische Star-Regisseur und diesjährige Oscar-Kandidat Asghar Farhadi erwägt aus Protest gegen die neue U...

Teheran/Hollywood (APA/dpa) - Der iranische Star-Regisseur und diesjährige Oscar-Kandidat Asghar Farhadi erwägt aus Protest gegen die neue US-Einwanderungspolitik einen Boykott der Oscar-Zeremonie. Er werde seine Entscheidung in den nächsten Tagen bekanntgeben, hieß es am Samstag von seinem Büroleiter.

Meldungen über ein Einreiseverbot seien nicht korrekt, da Farhadi von den neuen Anordnungen nicht betroffen sei, erklärte der Büroleiter der Nachrichtenagentur ISNA zufolge. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor weitreichende Einreisebeschränkungen verfügt, um „radikale islamische Terroristen“ fernzuhalten. Betroffen sind vorerst alle Flüchtlinge und viele Menschen aus muslimischen Ländern.

Farhadis Film „The Salesman“ ist dieses Jahr in der Kategorie bester ausländischer Film für den Oscar nominiert. 2012 hatte Farhadi in derselben Kategorie bereits einen Oscar für das Gesellschaftsdrama „Nader und Simin - Eine Trennung“ gewonnen.

Seine Hauptdarstellerin Taraneh Alidoosti hat ihren Boykott aus Protest gegen das „diskriminierende, rassistische und daher inakzeptabele“ US-Dekret bereits bestätigt. Unklar bleibt die Teilnahme von Shahab Hosseini, dem männlichen Hauptdarsteller. Er wurde bei den letzten Filmfestspielen in Cannes für die Hauptrolle in „The Salesman“ als bester Schauspieler ausgezeichnet.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren