Europas Leitbörsen zur Eröffnung mit Zugewinnen

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Montag im Frühhandel mit freundlicher Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 st...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Montag im Frühhandel mit freundlicher Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.25 Uhr mit plus 0,47 Prozent bei 3.319,67 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 0,33 Prozent auf 11.842,45 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,37 Prozent auf 7.270,66 Punkte.

Für die aktuelle Stabilisierung macht Analyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK die Wall Street verantwortlich. Nach einem schwächeren Auftakt war es dem Dow Jones Industrial am Freitag gelungen, seine Serie an Schlussrekorden auch am elften Tag fortzuschreiben. Das sei die längste Serie seit 1992.

Allerdings hätten die Anleger zwischenzeitlich etwas die Geduld verloren angesichts weiter fehlender Details zu den von US-Präsident Donald Trump versprochenen Steuergeschenken. Sie setzen nun auf den Dienstag, an dem sich Trump vor dem Kongress zu diesem Thema äußern will.

Impulse könnten im weiteren Tagesverlauf auch von den anstehenden Konjunkturdaten kommen. So finden sich noch am Vormittag Zahlen zur Geldmengenentwicklung in der Eurozone sowie das Economic Sentiment auf der Agenda. Am Nachmittag könnten dann die US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, der Dallas Fed-Index sowie Zahlen zu den schwebenden Hausverkäufen für Bewegung sorgen.

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In den Fokus rückte zu Wochenbeginn das mögliche Aus der Fusion zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE). Hintergrund ist die Weigerung des Londoner Börsenbetreibers, den Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräußern. Diesen Schritt verlangen jedoch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission.

Bis Mittag hätte die LSE einen Verkaufsvorschlag unterbreiten müssen. „Angesichts der bisherigen Haltung der Kommission geht die London Stock Exchange Group nicht davon aus, dass die Kommission die Fusion genehmigen wird“, erklärten die Londoner nun in der Nacht auf Montag. Die Anleger reagierten enttäuscht: Die Aktien der Deutschen Börse büßten 4,05 Prozent ein und LSE-Papiere verloren 2,17 Prozent.

VW Vorzüge verbesserten sich im Frühhandel leicht um 0,42 Prozent. Der weltgrößte Autobauer konnte neue Milliardenkosten für die Dieselkrise dank des guten Laufs in China einigermaßen schultern. Unter dem Strich fuhr der Konzern im vergangenen Jahr einen Gewinn von 5,1 Milliarden Euro ein, nach einem Rekordverlust von knapp 1,6 Milliarden Euro zuvor. VW sei laut ersten Analystenreaktionen beim Ausblick zwar konservativ geblieben, sagten Börsianer. Der Konzern klinge aber optimistisch.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA102 2017-02-27/09:37


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