Erst Südkorea-Training, dann will Shiffrin daheim alles klar machen

Anstatt den ersten Kombisieg zu feiern, stieg Mikaela Shiffrin am Sonntag in den Flieger Richtung Südkorea. Rennen wird die US-Amerikanerin dort keine fahren, die 21-Jährige nutzt die Olympia-Generalprobe für ein paar Trainingstage.

Ein glänzender Super-G und ein perfekter Slalom waren die Sieg-Kombination für Mikaela Shiffrin in Crans Montana.
© AFP

Jeongseon - Mikaela Shiffrin ist keine Zeit geblieben, ihren ersten Kombinationssieg im alpinen Ski-Weltcup groß zu feiern. Die US-Amerikanerin düste unmittelbar nach dem Rennen in Crans Montana am Sonntag noch zum Flughafen, um nach Südkorea aufzubrechen. Die 21-Jährige wird die Olympia-Generalprobe in Jeongseon, wo Abfahrt und Super-G auf dem Programm stehen, zwar auslassen, aber dort trainieren.

„Ich habe diese Punkte gebraucht, weil Ilka im Moment extrem stark ist. Ich muss deshalb weiter fokussiert bleiben“, betonte Super-Technikerin Shiffrin nach dem bereits 29. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere mit Blick auf die Gesamtwertung, in der sie acht Rennen vor Schluss nun komfortable 298 Zähler vor der slowenischen Speed-Dominatorin und Kombinations-Weltcupsiegerin Ilka Stuhec führt. „Dieser Sieg war wichtig, damit ich daheim dann alles klar machen kann.“

Denn nach den beiden Rennen am Wochenende in Südkorea geht es gleich direkt weiter nach Kalifornien, wo im knapp 9.000 km Luftlinie von Jeongseon entfernten Squaw Valley Riesentorlauf (10. März) und Slalom (11. März) gefahren werden und schon die Vorentscheidung im Kampf um die große Kristallkugel fallen kann. Das Weltcup-Finale steigt unmittelbar danach von 13. bis 19. März in Shiffrins Heimat-Bundesstaat Colorado mit den letzten Rennen in Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf und Slalom in Aspen.

Deshalb war eigentlich erwartet worden, dass Shiffrin von der Schweiz aus in ihre Heimat aufbrechen würde. Doch die Olympiasiegerin und Serien-Weltmeisterin im Slalom entschied sich, stattdessen zum Trainings-Trip ins mehr als 9.000 km von Crans Montana entfernte Olympia-Skigebiet in Südkorea. „Ich möchte das Land und seine Kultur kennenlernen, das ist wichtig im Hinblick auf das nächste Jahr“, erklärte Shiffrin, die 2018 als Mehrfach-Gewinnerin der Winterspiele in Pyeongchang für Furore sorgen und deshalb nichts dem Zufall überlassen will. (APA)

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