Große Bildungsprojekte stehen kurz vor Baubeginn

Der Schulneubau in Hall startet Mitte März, der Gemeinderat vergab nun wichtige Aufträge. Auch mit der Kindergartenerweiterung wird es ernst.

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Von Michael Domanig

Hall –„Wir haben zwei wesentliche Kinderbildungsprojekte entscheidend weitergebracht“, freute sich BM Eva Maria Posch (VP) nach der jüngsten Sitzung des Haller Gemeinderates. Zum einen wurden die Baumeister-, Elektro-, Installateur- und Lüftungsarbeiten für das viel diskutierte neue Schulzentrum in der Thurnfeldgasse vergeben. Dort werden ja die beiden Neuen Mittelschulen Europ­a und Schönegg sowie das Sonderpädagogische Zentrum zusammengeführt. Geplanter Baubeginn für das Großvorhaben – die Gesamtkosten sind mit 16,5 Mio. Euro gedeckelt – ist am 13. März, am 16. Mai erfolgt eine feierliche Grundsteinlegung. Mit dem Schuljahr 2018/19 soll das Schulzentrum dann in Betrieb gehen.

Bereits zuvor hatte der Gemeinderat die Freigabe von 500.000 Euro für die erste Phase des Zu- und Umbaus beim Kindergarten Bachlechnerstraße in der Altstadt beschlossen. Die Stadt, die sich mit der Pfarre St. Nikolaus über ein Baurecht geeinigt hatte, schafft durch einen Neubau nördlich des Bestandsgebäudes Platz für zwei dringend benötigte Kinderkrippengruppen, im Haus selbst kommt eine zusätzliche Kindergartengruppe unter. Auch ein Mittagstisch kann erstmals angeboten werden. Insgesamt sind für die Erweiterung 1,4 Mio. Euro budgetiert, die nun freigegebenen 500.000 Euro „können aus Rücklagen entnommen werden, ohne die für Jahresende prognostizierte Rücklagenhöhe zu schmälern“, erklärte Posch. Förderungen des Landes habe man vorsichtig kalkuliert, „wir rechnen damit, dass wir rund die Hälfte der Gesamtkosten selbst zu tragen haben werden“.

Die Oppositionsliste „Für Hall“ kritisierte einmal mehr, dass die Planungsvergabe für die Erweiterung im Juli 2016 „überhastet“ erfolgt sei, ohne Alternativvorschläge der Opposition genauer zu prüfen. „Damals wurde der Beschluss mit dem Argument gefasst, dass wir wegen der Förderungen bis 31. Dezember eine rechtskräftige Baubewilligung brauchen“, erklärte GR Nicolaus Niedrist. Nun, zum Zeitpunkt der Sitzung, liege diese immer noch nicht vor. „Wir hätten uns also ruhig mehr Zeit nehmen können.“ Tatsächlich sei „keineswegs absehbar gewesen, ob die Förderhöhen in diesem Bereich so aufrechterhalten bleiben“, konterte Posch. „Daher war es vorausschauend vom Gemeinderat, damals die Planungen zu beauftragen.“

Nach Einwänden des SOG-Beirates (Stadt- und Ortsbildschutz) waren übrigens noch Änderungen bei der Gebäude­form des Zubaus nötig, dieser wird nun eckig und nicht rund ausgeführt. Durch die etwas geringere Ausdehnung bleibe mehr Gartenfläche erhalten, betont Posch, auf der Südseite sollen zusätzliche Grünflächen geschaffen werden. Zudem sei es möglich, einen Teil des Altstadtparks im Osten durch eine Einfriedung für den Kindergartenbetrieb zu nützen, bekräftigte Posch. Die Opposition hatte im Vorjahr kritisiert, dass durch den Zubau wertvolle Gartenflächen verbaut würden.

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Nun sollen die Bauarbeiten so rasch wie möglich starten, schließlich soll der erweiterte Kindergarten im Herbst in Betrieb gehen. Ersatz-GR Ruth Langer (Für Hall) regte an, sich schon jetzt Gedanken über die künftige Entwicklung des – derzeit brachliegenden – Dachgeschoßes im Bestandsgebäude zu machen.


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