Europas Leitbörsen zu Mittag uneinheitlich und wenig verändert

Frankfurt am Main (APA) - Europas Börsen haben sich nach den jüngsten Verlusten am Montag zu Mittag uneinheitlich und nur wenig verändert pr...

Frankfurt am Main (APA) - Europas Börsen haben sich nach den jüngsten Verlusten am Montag zu Mittag uneinheitlich und nur wenig verändert präsentiert. Vor den im Wochenverlauf erwarteten Reden von US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchefin Janet Yellen hielt sich die Kauflaune der Anleger in Grenzen.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg geringfügig um 0,11 Prozent auf 3.307,80 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.15 Uhr mit 11.807,70 Punkten und plus 0,03 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg leicht um 0,15 Prozent und steht nun bei 7.254,40 Stellen.

Zur Wochenmitte spricht Trump vor dem amerikanischen Kongress - viele Investoren hoffen auf Details zu der vor Wochen angekündigten „Steuer-Revolution“. Doch laut Finanzminister Steven Mnuchin, der letzte Woche die ersten Interviews nach seiner Vereidigung gab, wird die Steuerreform frühestens im August verabschiedet.

Am Freitag steht Yellens Rede auf der Agenda, von der Anleger weitere Signale für eine Leitzinsanhebung erwarten. Das Protokoll zur jüngsten Notenbanksitzung hatte bereits Hinweise für eine baldige weitere Straffung der amerikanischen Geldpolitik geliefert - steigende Zinsen würden die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Auch aktuelle Konjunkturdaten aus Europa rückten in den Blickpunkt: Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im Jänner weniger abgeschwächt als erwartet. Zudem hat sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Februar erneut verbessert und den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht, wurde ferner bekannt.

Im europäischen Branchenvergleich hatten am Montag die Aktien der Technologieindustrie die Nase vorn. Hingegen rutschte der Index der Finanzdienstleister ans untere Ende der Branchenübersicht.

Hier belastete vor allem der Kursrutsch bei der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE), da die Fusion der beiden Börsenbetreiber zu scheitern droht. Hintergrund ist die Weigerung der Londoner, wie von den EU-Wettbewerbshütern gefordert den Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräußern. Die Aktien der Deutschen Börse lagen zu Mittag 4,6 Prozent im Minus und Titel der LSE zeigten sich um 3,2 Prozent tiefer.

Dass die italienische Großbank Intesa Sanpaolo nun doch nicht mit dem Versicherer Generali zusammengehen will, sorgte bei den Anteilseignern von Intesa für Freude: Die Aktien zogen um 4,7 Prozent an. Dagegen büßten die Papiere des Versicherers 3,8 Prozent ein.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) haben anfängliche Kursgewinne am Montag nicht lange verteidigt. Zuletzt verloren die Papiere der Wolfsburger, die am Freitagabend Eckdaten für das vierte Quartal 2016 vorgelegt hatten, 0,9 Prozent an Wert. Analyst Sascha Gommel von der Commerzbank nannte die vorläufigen Ergebnisse für das Schlussquartal wenig inspirierend.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA254 2017-02-27/12:30


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