Sport: ABL wird Play-Fair-Code-Mitglied - Basketball 4. Sportart

Wien (APA) - Der 2012 gegründete Verein „Play Fair Code“ nimmt eine zentrale Rolle im Kampf gegen Wettbetrug und Spielmanipulation ein. „Im ...

Wien (APA) - Der 2012 gegründete Verein „Play Fair Code“ nimmt eine zentrale Rolle im Kampf gegen Wettbetrug und Spielmanipulation ein. „Im Laufe des Jahres 2017“ kommt Basketball als vierte Sportart dazu. Das verlautete Play-Fair-Code-Geschäftsführer Severin Moritzer am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Vereins zur Wahrung der Integrität im Sport.

Die Admiral Basketball Bundesliga (ABL) leistet sich künftig den Mitgliedsbeitrag von 5.000 Euro pro Jahr. Fußball (ÖFB und Bundesliga), der Skisport (ÖSV) und Eishockey (Erste Bank Eishockey Liga) sind schon länger dabei. Das Ende der Fahnenstange soll damit noch lange nicht erreicht sein. „Vor allem die Ballsportarten sind für uns interessant“, betonte Play-Fair-Code-Präsident Günter Kaltenbrunner.

Nach dem Gewinn von Basketball als Partner sei Handball das nächste Ziel. Zudem werde ein weiterer Versuch unternommen, Tennis an Bord zu bekommen. „Das Problem ist, dass sie ein europäisches Zentrum haben, wo sie international ohnehin eine Einrichtung haben, die zwar nicht genauso wie wir ist, aber ähnlich. Sie sagen, dass sie ohnehin beobachtet werden. Aber es geht ja um mehr, auch um die Jugend, wir sind da noch in Gesprächen und wollen den Tennisverband natürlich als Partner gewinnen“, schilderte Kaltenbrunner. Die Wichtigkeit unterstrich auch Moritzer: „Es ist ein Einzelsport, das ist die am meisten gefährdete Sportart.“

Im Fußball sorgte in den vergangenen Jahren vor allem der Wettbetrug-Skandal rund um Ex-Kapfenberg-Spieler Dominique Taboga für Aufsehen. „Ohne Prävention glaube ich schon, dass es andere Fälle auch gegeben hätte, da wäre das Thema schlecht aufgestellt“, sagte Kaltenbrunner. Sein Resümee nach fünf Jahren fiel positiv aus. „Play Fair Code ist gut aufgestellt, wir wissen aber auch, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben.“

Der Verein sorgt mit Schulungen und Informationsveranstaltungen für Prävention, Bewusstseinsbildung und Aufklärung. „Es ist ein Erfolgsmodell im Kampf gegen Spielmanipulation und für Integrität im Sport“, sagte Sportminister Hans Peter Doskozil. Eine Auszeichnung könnte es für den Verein demnächst geben, hat man doch im Kampf um den European Lotteries Sports Award den Sprung unter die letzten fünf Kandidaten geschafft.

Gibt es einen Manipulationsverdacht wird das Bundeskriminalamt tätig. Mit der Causa Taboga habe es aber erst einen „großen Fall“ gegeben, sagte Günter Marek vom Innenministerium. Darüber hinaus hätte es etwa Amtshandlungen 2014 beim TSV Hartberg gegeben, wo durch einen Spielermanager versucht worden war, den Verein zu übernehmen. „Die Amtshandlung wurde dann beendet, weil der Trainer kalte Füße bekommen hat“, erklärte Marek. 2015/16 habe man wegen albanischen Mannschaften, die auf Trainingslager in Wien waren, aktiv werden müssen.


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