Bisherige Wintersaison - Feiertage fielen ungünstig, Schnee kam spät

Wien (APA) - In der bisherigen Wintersaison 2016/17 haben die Touristen weniger stark gebucht als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - die ...

Wien (APA) - In der bisherigen Wintersaison 2016/17 haben die Touristen weniger stark gebucht als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - die Nächtigungen gingen laut Statistik Austria vorläufigen Zahlen zufolge um 1 Prozent auf 29 Millionen zurück. „Bitte kein Krankjammern, aber auch kein Jubel über Zwischenzeiten wegen 1 Prozent Nächtigungen“, appellierte Michaela Reitterer, Präsidentin der Hoteliervereinigung.

Die Feiertage seien ungünstig gefallen und der Schnee sei sehr spät gekommen, erklärte die ÖHV-Chefin. Dadurch „kommen die Ferienregionen unter Druck - aber wir können dem entgegenwirken“, so Reitterer, der auch selbst ein Hotel in Wien gehört. Die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung plädiert dafür, die Steuerlast der Betriebe zu reduzieren.

Die Hoteliers würden durch Umsatzsteuererhöhung, Auflösungsabgabe und Streichung der Energieabgabenvergütung belastet. Die Mehrwertsteuer auf Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben wurde 2016 von 10 auf 13 Prozent angehoben. Die Lohnnebenkostensenkung sei „so konstruiert, dass Hotels davon nicht profitieren“.

In Wien etwa hätten zwar die Nächtigungen im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent zugelegt, die Umsätze aber so gut wie gar nicht - um nur 0,2 Prozent. Für die einzelne Nächtigung sei weniger bezahlt worden, der Hotelier habe aber auch höhere Kosten.

Neben einer geringeren Steuerlast plädiert Reitterer für eine verstärkte Offensive in Richtung Ganzjahrestourismus - Schließzeiten im Tourismus sollten durch innovative Angebote überbrückt werden, die auch gut vermarktet gehörten. „Wir können die Rückgänge im Winter nicht rückgängig machen, aber wir sollten alles daran setzen, sie aufzuholen und uns für die nächsten Jahre so gut aufzustellen - mit einem breiteren Angebot und einer offensiveren Bewerbung, dass wir das besser abfangen können“, betonte die Branchensprecherin.


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