Migrant will weg von Lesbos und riskiert sein Leben

Lesbos (APA/dpa) - Unter Lebensgefahr hat ein junger ägyptischer Migrant am Sonntagabend versucht, von der Ägäis-Insel Lesbos wegzukommen. E...

Lesbos (APA/dpa) - Unter Lebensgefahr hat ein junger ägyptischer Migrant am Sonntagabend versucht, von der Ägäis-Insel Lesbos wegzukommen. Er wollte in 20 Meter Höhe über ein Kabeltau auf die Fähre „Ariandi“ kommen, die nach Piräus auslaufen sollte, berichtete das griechische Nachrichtenportal Lesvosnews.gr am Montag. Schließlich wurde er mit einer Strickleiter gerettet und zurück in ein Flüchtlingslager gebracht.

Die Hafenpolizei bestätigte den Zwischenfall gegenüber der halbamtlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA. Täglich gebe es bis zu zehn Versuche von Migranten illegal auf eine der Fähren nach Piräus (Festland) zu kommen, sagte ein Offizier der Küstenwache. Wegen des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes dürfen seit Anfang April 2016 nur die Flüchtlinge zum Festland kommen, die Asyl erhalten. Alle anderen sollen zurück in die Türkei geschickt werden. Zurzeit befinden sich gut 14.300 Migranten auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos.

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