Syrische Rebellen bemühen sich in Genf um Unterstützung Russlands

Damaskus/Genf/Moskau (APA/AFP) - Bei den Genfer Gesprächen für eine Friedenslösung in Syrien haben Oppositionsvertreter die russische Regier...

Damaskus/Genf/Moskau (APA/AFP) - Bei den Genfer Gesprächen für eine Friedenslösung in Syrien haben Oppositionsvertreter die russische Regierung aufgefordert, Druck auf ihren Verbündeten Präsident Bashar al-Assad auszuüben. Der Kreml müsse sich „auf die Seite des syrischen Volkes stellen“ und nicht durch das Festhalten am Bündnis mit Assad die „komplette Zerstörung Syriens“ in Kauf nehmen, sagte der Chef des Hohen Verhandlungskomitees (HNC) der Assad-Gegner, Nasr al-Hariri, am Montag in Genf.

Für Dienstag seien in Genf Treffen mit zwei russischen Vertretern vorgesehen, kündigte er an. Es handle sich um den stellvertretenden Außenminister Gennadi Gatilow und den im Außenministerium für den Nahen Osten zuständigen Diplomaten Sergej Werschinin. Beide nehmen an der Sitzung des Menschenrechtsrats teil, die am Montag in Genf begann.

Assads Verbündeter Russland und die Türkei, die in Syrien bewaffnete Rebellen unterstützt, sind Paten eines am 31. Dezember in Kraft getretenen Waffenstillstands zwischen Damaskus und den Aufständischen.

In Jänner und Februar berieten in Kasachstan auf Initiative Moskaus, Teherans und Ankaras Vertreter der syrischen Regierung und der sie bekämpfenden Rebellen über die Umsetzung der brüchigen Waffenruhe. Hariri sagte dazu in Genf, die Tatsache, dass russische Vertreter in der kasachischen Hauptstadt Astana Vertreter bewaffneter Rebellen trafen, deute auf eine „Öffnung“ Moskaus hin.

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Die vierte Runde der Syrien-Friedensgesprächen in Genf hatte am Donnerstag begonnen. UN-Vermittler Staffan de Mistura sprach das Wochenende über in separaten Treffen mit den Delegationen der Regierung und der Regierungsgegner. Direkte Gespräche zwischen beiden Seiten gab es bisher nicht. Auch ein Durchbruch zeichnete sich nicht ab.


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