Rad-WM: Drei Millionen Euro vom Bund offen

Die Nebel rund um den Konflikt zwischen dem österreichischen Radsportverband und dem Organisationskomitee für die Rad-WM 2018 in Tirol licht...

2018 werden die besten Radprofis der Welt im Rahmen der WM Innsbruck und Tirol einen Besuch abstatten.
© Mario Stiehl

Die Nebel rund um den Konflikt zwischen dem österreichischen Radsportverband und dem Organisationskomitee für die Rad-WM 2018 in Tirol lichten sich. Offenbar geht es um Zusagen, die der Bewerbungsverein, die Vorgängerin der Innsbruck-Tirol Rad WM 2018, gemacht haben soll. Insgesamt fordert der Radsportverband (ÖRV) 122.000 Euro. Davon wollen die Tiroler Verantwortlichen aber nichts wissen. Vom aktuellen Organisationskomitee gebe es nämlich keine schriftlichen Vereinbarungen darüber, heißt es.

Bereits am 14. Februar drohte der Verband mit einem Ausstieg aus der Weltmeisterschaft. Die finanziellen Konsequenzen daraus: Nur der ÖRV kann um die notwendigen Subventionen des Bundes von drei Millionen Euro für das Organisationsbudget ansuchen. 12,5 Mio. Euro macht es aus. Vom Bund gibt es zwar die Finanzierungszusage, doch der Radsportverband müsste den Förderantrag stellen.

Bereits am vergangenen Donnerstag gab es deshalb ein Gespräch zwischen Tirols Sportreferent LHStv. Josef Geisler und Sportminister Hans Peter Doskozil. Der Minister versprach, mit Radsportpräsident Otto Flum zu sprechen. Diese Woche ist eine weitere Krisensitzung anberaumt. Sollte es keine Einigung mit dem Verband geben, wird mittlerweile sogar über ein WM-Szenario ohne Beteiligung des ÖRV und über Möglichkeiten nachgedacht, wie das WM-Komitee trotzdem die versprochenen drei Millionen des Bundes anzapfen kann. (pn)

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