Nun ist das Denkmalamt am Zug

Die Zukunft des Obermanharthofes im Zentrum von Westendorf ist noch nicht klar. Der Besitzer will zwei neue Gebäude auf der Fläche errichten.

© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Westendorf –Der Gemeinderat Westendorf musste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem möglichen Denkmalschutz für den alten Obermanharthof im Ortszentrum befassen. Die TT berichtete in der Dienstagsausgabe. Irrtümlicherweise wurde dabei das Abstimmungsergebnis falsch dargestellt. Richtig ist, dass es mit zehn Stimmen klar eine Mehrheit gegen die Unter-Schutz-Stellung des Hofes gab. Lediglich ein Mandatar stimmte für den Denkmalschutz, drei enthielten sich der Stimme.

Zusätzlich wurde auch Bürgermeisterin Annemarie Plieseis um eine Stellungnahme gebeten. „Ich habe diese schon abgegeben“, sagt Plieseis, darum habe sie sich auch in der Gemeinderatssitzung enthalten. Nun liege der Ball beim Bundesdenkmalamt. Denn der Obermanharthof ist derzeit lediglich vorübergehend unter Schutz gestellt.

Für die Eigentümer, die Familie Hirzinger, ist die Entscheidung des Gemeinderates ein klares Signal, dass die Öffentlichkeit kein Interesse daran hat, den alten Hof zu erhalten. „Das Gebäude ist ja in extrem schlechtem Zustand. Den Hof zu sanieren würde Millionen kosten, und das können wir uns nicht leisten“, sagt Jakob Hirzinger.

Eigentümer des alten Hofes ist nach wie vor sein Vater, doch Jakob Hirzinger vertritt diesen in der Sache nach außen. Sie möchten dort zwei Gebäude errichten mit Appartements, 2/3 touristisch und 1/3 privat genutzt, und im Parterre Geschäftsflächen. Ein Verkauf des Hofes, wie schon im Ort zu hören war, ist kein Thema für Hirzinger. „Wir waren hier und bleiben auch hier, ein Verkauf kommt nicht in Frage“, versichert Hirzinger.

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