Wiener Börse (Eröffnung) - ATX kommt vormittags nicht vom Fleck

Wien (APA) - Der Wiener Aktienmarkt ist heute, Dienstag, am Vormittag kaum vom Fleck gekommen. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.740,61 Pun...

Wien (APA) - Der Wiener Aktienmarkt ist heute, Dienstag, am Vormittag kaum vom Fleck gekommen. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.740,61 Punkten nach 2.741,89 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 1,28 Punkten bzw. 0,05 Prozent.

Bereits die gut behaupteten Vorgaben aus New York und Tokio hatten auf einen ruhigen Handelsstart in Europa hingedeutet. Die meisten Börsen am alten Kontinent zeigten sich mit kleinen Gewinnen. Impulse könnte es heute neben aktuellen US-Konjunkturdaten, darunter zum Verbrauchervertrauen und zum Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2016, auch durch eine Rede des US-Präsidenten Donald Trump vor dem Kongress geben.

Die Analysten der Helaba wollen beim Konsumentenvertrauen einen möglichen „kleinen Rücksetzer“ nicht überbewertet wissen, liege die Verbraucherstimmung doch auf ihrem Höchstniveau seit 2001. Bei der Zweitschätzung zum Wirtschaftswachstum sehen sie keine großen Änderungen zur ersten Schätzung von annualisierten 1,9 Prozent.

Bereits in der Früh wurde unterdessen bekannt, dass die Verbraucherpreise in Frankreich im Februar schwächer als prognostiziert zugelegt hatten. Im weiteren Verlauf werden noch die italienischen Verbraucherpreise für Februar publiziert, zur Wochenmitte folgen jene aus Deutschland.

An der Wiener Börse entfachten aktuelle Geschäftszahlen unterdessen keine rechte Euphorie. So gereichten die auf einen Euro je Aktie verdoppelte Dividende und der um 30,6 Prozent höhere Jahres-Nettogewinn 2016 der Aktie der Erste Group nur zu einem Minus von 0,47 Prozent.

Auch die Analysten der Citigroup werten die Erste-Zahlen zum Schlussquartal 2016 als durchwachsen. So sei der Nettogewinn nach Minderheiten um 10 Prozent schwächer als die Konsensusschätzung und 37 Prozent unter jener der Citi-Experten. Die soliden operativen Trends dürften die Anleger jedoch darüber hinwegtrösten, erläutern sie in einem aktuellen Kommentar.

Für mehr Begeisterung sorgte hingegen die Ankündigung des Faserherstellers Lenzing, auf Basis der vorläufigen Ergebnisse für 2016 die Dividende von 2 auf 3 Euro je Aktie zu erhöhen und zusätzlich 1,2 Euro Sonderdividende auszuschütten. Die Aktie war infolge mit plus 2,06 Prozent stärkster Wiener Wert.

Kaum Bewegung verursachten weitere Zahlenvorlagen: Während die Aktie der EVN nach einem Gewinnsprung von 20,9 Prozent im ersten Quartal 2016/17 nur dünne 0,17 Prozent zulegte, tendierte jene der AG nach Zahlen unverändert bei 40 Euro je Aktie. Der Aluminiumkonzern hatte seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 um 14 Prozent auf 46,3 Mio. Euro gesteigert.

Der ATX Prime notierte bei 1.393,03 Zählern und damit um 0,03 Prozent oder 0,41 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 18 Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und sechs unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 571.776 (Vortag: 848.218) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 21,32 (20,59) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA132 2017-02-28/10:07


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