Heringsschmaus - Greenpeace rät zu nachhaltigem Konsum

Wien/Köln (APA) - Um den Heringsschmaus am Aschermittwoch mit reinem Gewissen genießen zu können, rät Greenpeace, auf das Etikett zu achten ...

Wien/Köln (APA) - Um den Heringsschmaus am Aschermittwoch mit reinem Gewissen genießen zu können, rät Greenpeace, auf das Etikett zu achten und nachhaltig zu konsumieren. Der Hering sei zwar noch empfehlenswert, doch gibt es auch Ausnahmen: Fische aus bestimmten Subfanggebieten des Nordost- und Nordwestatlantiks sollte man meiden.

Nicht nur die Art des Fisches, auch Herkunft und Fangmethode seien entscheidend. Schließlich sind bereits 90 Prozent der globalen Fischbestände entweder bis an die Grenze genutzt oder überfischt. Mit einem bewussten Konsum kann man hier entgegenwirken. „Zum Schutz unserer Meere empfiehlt Greenpeace, soweit wie möglich auf Fisch zu verzichten. Wer trotzdem mit gutem Gewissen Fisch essen will, der sollte auf den Greenpeace-Fischratgeber zurückgreifen“, empfiehlt Sprecherin Hanna Simons. Dieser bietet eine Übersicht, welche Fischarten und Fischbestände noch empfehlenswert sind. Ebenso sind die konkreten Ausnahmen des Herings im Fischratgeber zu finden.

Die Arbeiterkammer wiederum hat 20 Frisch-Fischarten und Meeresfrüchten sowie fünf Tiefkühl-Fischarten in Wien und Köln unter die Lupe genommen. Die Donaumetropole ist um durchschnittlich 35,7 Prozent teurer als die Stadt am Rhein. Die größte Preisdifferenz orteten die AK Tester bei Makrelen. Sie kosten in Köln durchschnittlich 9,55 Euro pro Kilogramm, in Wien 20,78. Aber auch Miesmuscheln sind in Wien im Schnitt um 115 Prozent teurer.

In Köln hapert es jedoch mit der von der EU vorgeschriebenen Fisch-Kennzeichnung. Diese war laut AK unzureichend bis gar nicht vorhanden. Die Fischart war jedoch in Wien bei einem Großteil der Proben (95,6 Prozent) korrekt angeschrieben. Die richtige Angabe des Fanggebietes fehlte bei 16,7 Prozent. Mangelhaft war die Information über die Produktionsmethode (Meeresfischerei, Binnenfischerei, Aquakultur) bei lediglich (5,2 Prozent. Das Fanggerät (etwa Schleppnetz) war bei 38,2 Prozent der Stichproben nicht angegeben. Hier sieht die Arbeiterkammer Verbesserungsbedarf.

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