Ex-Kunstturnerin Korbut ließ Olympia-Medaillen versteigern

Insgesamt lukrierte die heute 61-Jährige mit dem Verkauf ihrer Olympia-Medaillen und Trophäen rund 315.000 Euro.

Olga Korbut war als der "Spatz von Grodno" bekannt, gewann zwei Mal Olympia-Gold.
© Imago

Los Angeles - Die sowjetische Ex-Kunstturnerin Olga Korbut hat wegen Geldnot mehrere ihrer Medaillen der Olympischen Sommerspiele von 1972 in München und auch sonstige Trophäen versteigern lassen. Nach Angaben des Auktionators in den USA wechselten alleine die zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille von 1972 für insgesamt rund 217.000 Euro den Besitzer.

Russischen Medienberichten zufolge hatte sich die 61-Jährige, die im US-Bundesstaat Arizona lebt, wegen Geldsorgen zu dem Schritt entschlossen. Insgesamt lukrierte Korbut über das Wochenende 333.500 Dollar (315.000 Euro), alleine für die Team-Goldene gab es demnach 66.000 Dollar (62.000 Euro). Korbuts Goldmedaille für ihre Leistung in München auf dem Schwebebalken war nicht Teil der Auktion. Sie war ihr in der Vergangenheit gestohlen worden.

Die Olympiasiegerin weißrussischer Herkunft hatte bei einer Größe von 1,55 Metern nur 38 Kilogramm gewogen - deswegen war sie als „Spatz von Grodno“ bekannt. Ihre Darbietungen in München hatten großes Aufsehen erregt. Zwei weitere Medaillen - einmal Gold und einmal Silber - gewann Korbut bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal. 1977 beendete sie ihre Karriere als Profisportlerin.

Ihr nachfolgendes Leben ab 1991 in den USA war allerdings von vielen Negativ-Schlagzeilen begleitet. Die Medaillen hätte Korbut nun vor dem Hunger bewahrt, schrieb etwa eine russische News-Seite. (APA)


Kommentieren


Schlagworte