Australischer IS-Sympathisant unter Terrorverdachts verhaftet

Sydney (APA/AFP) - Ein 42-jähriger Australier ist unter Terrorverdacht verhaftet worden. Die Polizei legte dem Elektriker Haisem Zahab zur L...

Sydney (APA/AFP) - Ein 42-jähriger Australier ist unter Terrorverdacht verhaftet worden. Die Polizei legte dem Elektriker Haisem Zahab zur Last, die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bei der Entwicklung von High-Tech-Waffen unterstützt zu haben, wie der Chef der australischen Bundespolizei, Andrew Colbin, am Dienstag mitteilte.

Premierminister Malcolm Turnbull bezeichnete Zahabs Festnahme als „Mahnung, dass islamistischer Terrorismus eine anhaltende Gefahr darstellt“. Der gebürtige Australier ist laut Polizeichef Colvin in Kontakt zum IS gestanden. Zahab habe allein gearbeitet, aber die Ermittler gehen laut Colvin davon aus, dass er Kontakte zum IS „nicht nur in die Konfliktgebieten, sondern auch in andere Teile der Welt“ gepflegt habe und dorthin Informationen weitergegeben habe.

Zahab soll den Ermittlern zufolge über das Internet Aufgaben für den IS ausgeführt haben: „Erstens durch die Recherche und Entwicklung eines Laserwarngerätes, um präzisionsgelenkte Munition der Anti-IS-Allianz in Syrien und im Irak zu erkennen und davor warnen zu können“, sagte Colvin. Zweitens soll Zahab dem IS bei der Entwicklung von eigenen Langstreckenraketen geholfen haben.

Zahabs Forderung, gegen Kaution freizukommen, wies das Gericht zurück. Der nächste Gerichtstermin ist am 8. März. Seiner Festnahme waren 18-monatige Ermittlungen vorangegangen.

Der Verdächtige wohnt in der Kleinstadt Young, die etwa 7.000 Einwohner hat. „Das zeigt, dass Terrorismus und Unterstützung für terroristische Gruppen nicht auf die Großstädte beschränkt ist“, erklärte Premierminister Turnbull.

Nach Angaben australischer Behörden wurden seit 2014 zwölf Terroranschläge verhindert. Vier terroristische Taten konnten nicht verhindert werden, darunter die Ermordung eines Polizeioffiziers durch einen 15-Jährigen im Jahr 2015.


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