Südkorea schlägt Aussetzen der Rechte Nordkoreas als UN-Mitglied vor

Seoul/Pjöngjang (APA/AFP) - Südkorea hat vor dem Hintergrund der Tötung des Halbbruders des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un geforde...

Seoul/Pjöngjang (APA/AFP) - Südkorea hat vor dem Hintergrund der Tötung des Halbbruders des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un gefordert, Nordkoreas Rechte bei der UNO auf Eis zu legen. Der südkoreanische Außenminister Yun Byung Se sagte am Dienstag in Genf, nach dem „Hassverbrechen“ an Kim Jong Nam in Malaysia müsse über „kollektive Maßnahmen“ gegenüber Nordkorea nachgedacht werden.

Der Minister äußerte sich vor der UN-Abrüstungkonferenz in Genf, einem multilateralen Forum zur Verhinderung der Verbreitung von Waffen. Er schlug unter anderem vor, die „Rechte und Privilegien als UN-Mitglied“ für Nordkorea auf Eis zu legen. Sollte die Führung in Pjöngjang tatsächlich hinter dem Giftanschlag auf Kim stecken, müsse sich die Abrüstungskonferenz auch fragen, ob ein Land, das „alle Regeln verletzt“, dort Mitglied sein solle.

Kims älterer Halbbruder war Mitte Februar am Flughafen von Kuala Lumpur angegriffen worden und starb wenig später. Nach Angaben der malaysischen Ermittler wurde er mit VX getötet, einem hochwirksamen Nervengift, das als Massenvernichtungswaffe geächtet ist. Wegen des Angriffs müssen sich zwei Frauen wegen Mordes vor Gericht verantworten.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA377 2017-02-28/14:21


Kommentieren