Standortagentur rudert am Rangger Köpfl zurück

Das Finanzierungskonzept für die geplante Seilbahn auf das Rangger Köpfl sorgt weiter für Debatten. Schließlich wurde darin eine Sonder-Infr...

Im Auftrag der Bergbahnen Oberperfuss hat die Standortagentur das Entwicklungskonzept für das Rangger Köpfl erstellt. „Für den Finanzierungsplan sind wir aber nicht zuständig“, sagt Geschäftsführer Gohm.
© Andreas Rottensteiner / TT

Das Finanzierungskonzept für die geplante Seilbahn auf das Rangger Köpfl sorgt weiter für Debatten. Schließlich wurde darin eine Sonder-Infrastrukturförderung des Tiroler Landeshauptmanns in Höhe von 600.000 Euro in Aussicht gestellt. LH Günther Platter (VP) machte jedoch umgehend klar, dass es neben der Kleinstskigebietsförderung des Landes von 500.000 Euro keine weitere Unterstützung vom Land gebe. Insgesamt wird der Seilbahnbau mit 4,4 Mio. Euro beziffert, der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer, die Gemeinde Oberperfuss mit den Bergbahnen, 13 Umlandgemeinden sowie das Land Tirol sollten laut Finanzierungskonzept 3,9 Mio. Euro davon aufbringen.

Verantwortlich für das 49 Seiten umfassendes Entwicklungs- und Finanzierungskonzept am Rangger Köpfl ist die Standortagentur des Landes. Geschäftsführer Harald Gohm schränkt jedoch ein, „dass wir aber nicht den Finanzierungsplan erstellt haben. Der kam von den Bergbahnen.“ Letztere seien auch Auftraggeber der Studie und des „Moderationsprozesses“ gewesen. In den neuen Projektunterlagen werde auch klar darauf hingewiesen. Gohm räumt ein, dass man natürlich die Vorschläge genauer hinterfragen hätte müssen – „vor allem, was die Sonderförderung betrifft, die vom Land gar nicht vorgesehen ist“.

Die Tiroler Grünen unterstützen die EU-Rechnungshofprüfung der Luftgüte. Landtagsvizepräsident Hermann Werat-schnig würde sich jedenfalls mehr Tempo bei den Zulaufstrecken in Bayern und höhere Lkw-Mauten in Italien wünschen, „das wäre die größte Unterstützung, die Tirols Nachbarn bei der Entlastung der Luft im Wipptal und im Inntal bieten könnten“. Wegen der niedrigen Mauttarife in Italien und mit dem in Österreich unverständlicherweise steuerprivilegierten Diesel locke man leider unnötige Transitfahrten nach Tirol, fügt Weratschnig hinzu.

Gegen eine überstürzte Anhebung des Steuersatzes für Dieselkraftstoff spricht sich hingegen VP-Verkehrssprecher LA Alois Margreiter aus. Anstatt die Steuerschraube anzuziehen und die Menschen zu bestrafen, setzt er auf Anreize. „Die Tarifreform macht den öffentlichen Nahverkehr in Tirol wesentlich günstiger und damit auch deutlich attraktiver.“

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Sabine Schindler legt ihr Amt als Vizerektorin zurück.
© Andreas Rottensteiner / TT

Für eine Abschaffung der Landesumlage macht sich die FPÖ stark. 64 Millionen müssen die Gemeinden heuer an das Land zahlen. „Manche Gemeinden bekommen sie indirekt durch Bedarfszuweisungen zurück, dieses System ist also weder transparent noch zeitgemäß“, sagt FPÖ-Chef Markus Abwerzger. Angesichts der prekären finanziellen Situation in den Gemeinden müsste das Land auf die Umlage verzichten. Abwerzger kündigte entsprechende Landtagsinitiativen an.

Wie bereits im Vorjahr angekündigt, wird die Rektorin der privaten Universität des Landes ­UMIT in Hall, Sabine Schindler, im September ihre Doppelfunktion aufgeben und ihr Amt als Vizerektorin der Universität Innsbruck zurücklegen. Sie entspricht damit den Wunsch der universitären Gremien an der Uni Innsbruck. Damit verbunden ist eine Wiederbestellung von Schindler als Rektorin der UMIT, LR Patrizia Zoller-Frischauf (VP), spricht sich dafür aus. „Wir werden jetzt das vorgesehene Verfahren für die Wiederbestellung als Rektorin einleiten und die Gremien Wissenschaftlicher Beirat und Senat der UMIT damit befassen.“ (pn)


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