Israel im Gaza-Krieg: Laut Bericht heftige Debatten im Kabinett

Jerusalem/Gaza (APA/dpa) - Ein Bericht des israelischen Staatskontrolleurs über den Gaza-Krieg 2014 kritisiert nach Medienberichten das Verh...

Jerusalem/Gaza (APA/dpa) - Ein Bericht des israelischen Staatskontrolleurs über den Gaza-Krieg 2014 kritisiert nach Medienberichten das Verhalten der damaligen Führung, darunter auch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Netanyahu habe unter anderem sein Sicherheitskabinett während der 50-tägigen Kämpfe nicht ausreichend informiert.

Zudem sei es zu heftigen Auseinandersetzungen innerhalb seines engsten Ministerkreises gekommen, berichtete die „Times of Israel“ am Dienstag. Die Armee sei auch nicht ausreichend auf die Bedrohung durch Angriffstunnel der im Gazastreifen herrschenden Hamas vorbereitet gewesen.

Die Ermordung drei jüdischer und eines arabischen Jugendlichen hatte im Sommer 2014 eine Gewaltspirale in Gang gesetzt. Der dritte Gaza-Krieg brach aus. Während 50-tägiger Kämpfe wurden 2.250 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet.

Netanyahu reagierte noch vor der offiziellen Veröffentlichung auf den Bericht. „Wir haben der Hamas den schmerzhaftesten Schlag in ihrer Geschichte zugefügt“, sagte er nach Angaben der Zeitung „Ma‘ariv“ am Montag bei einem Treffen seiner Likud-Fraktion. Israels Führung sei entschlossen und verantwortlich vorgegangen und das Sicherheitskabinett sei voll informiert gewesen.

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Laut einem UNO-Bericht haben Israel und Palästinenser während der Kämpfe Kriegsverbrechen begangen. Dies gelte für Angriffe Israels auf den Gazastreifen, aber auch für die Raketenabschüsse der Palästinenser auf israelisches Gebiet.


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