Raketen, Mars und Autopilot: Spektakuläre Projekte von Elon Musk

Washington (APA/dpa) - Das Raumfahrtunternehmen SpaceX und sein Gründer Elon Musk wollen die Raumfahrt revolutionieren. Jetzt bietet SpaceX ...

Washington (APA/dpa) - Das Raumfahrtunternehmen SpaceX und sein Gründer Elon Musk wollen die Raumfahrt revolutionieren. Jetzt bietet SpaceX Mondumrundungen an. Eine Auswahl weiterer Coups des Tausendsassas Musk:

MEHRWEG-RAKETEN - Es gilt als Meilenstein der Raumfahrt: Im Dezember 2015 kehrte mit der „Falcon 9“ erstmals eine Trägerrakete nach einer Mission heil und zum Startplatz zurück. Nachdem sie elf Kommunikationssatelliten im All ausgesetzt hate, beschrieb sie in etwa die Bahn eines Kugelschreibers, der sich in der Luft um 180 Grad dreht. Auf dieser Kurve flog die „Falcon 9“ zurück und landete elf Minuten nach dem Start wieder in Florida. Im April 2016 brachte die „Falcon 9“ erstmals einen Frachter auf den Weg Richtung Raumstation ISS. Zuvor waren einige Versuche gescheitert.

MARS-SIEDLUNGEN - Im September 2016 stellte Musk detaillierte Ideen für eine Besiedlung des Planeten vor. Große Raumschiffe, die im All betankt werden können, sollen mindestens 100 Menschen und riesige Mengen Material transportieren. SpaceX will möglicherweise schon 2018 ein unbemanntes Raumschiff zum Mars schicken, ab 2025 könnten die ersten Menschen seiner Vision zufolge dorthin reisen. Die Nasa schätzt, dass eine Reise nach derzeitigem technischen Stand rund acht Monate dauern würde.

AUTOPILOT - Seit Oktober 2015 lässt der Elektroauto-Hersteller Tesla, an dessen Spitze Musk steht, seine Fahrzeuge automatisch die Spur und den Abstand halten. Außerdem sollen sie auch die Spur wechseln und einparken können. Kritik kommt an dem Fahrassistenz-System, als einige Monate später der erste Mensch bei einem Unfall in einem vom Computer gesteuerten Auto stirbt.

AUTONOMES FAHREN - Im Oktober 2016 teilte Tesla mit, dass das Unternehmen als erstes in der Branche alle seine künftigen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Wagen machen will. Dafür werden neu gebaute Autos mit der nötigen Technik für komplett autonomes Fahren ausgerüstet. Musk sagte zum Zeitplan, dass es bis Ende 2017 zum Beispiel möglich sein solle, von Los Angeles nach New York gefahren zu werden, ohne auch nur einen Handgriff machen zu müssen.

SUPER-LADESTATIONEN - Die sogenannten „Supercharger“ brauchen rund 75 Minuten, um einen Tesla-Akku komplett aufzuladen und eine halbe Stunde für eine halbe Ladung. Vier Jahre nach Einführung gab es Ende 2016 ein Netz von rund 4600 solchen Säulen.

HYPERLOOP - Mit einer „Hyperloop“ genannten Röhre will Musk irgendwann in der Zukunft per Unterdruck Passagiere mit nahezu Schallgeschwindigkeit wie eine Art Rohrpost transportieren. Im August 2013 stellte er seine Pläne für auf Luftkissen schwebende Kapseln vor. Die Kosten für das Vorhaben berechnete er mit bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar.


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