Zukunft der EU: Österreich im „Weißbuch“ drittfriedlichstes Land

Brüssel (APA) - In dem Weißbuch zur „Zukunft der EU“, das Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Mittwochnachmittag dem Europaparlament of...

Brüssel (APA) - In dem Weißbuch zur „Zukunft der EU“, das Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Mittwochnachmittag dem Europaparlament offiziell vorstellt, wird unter anderem die Bedeutung des Friedens für die Europäische Union unterstrichen. Dabei rangiert Österreich als drittfriedlichstes Land in der Welt. Insgesamt 15 EU-Staaten befinden sich unter den 25 friedlichsten Staaten weltweit.

Dabei führt der Nicht-EU-Staat Island das Ranking an, gefolgt von Dänemark und Österreich auf Rang drei. Dann folgen Neuseeland, Portugal, Tschechien, die Schweiz, Kanada und Japan. Auf Rang zehn folgt Slowenien, danach kommen Finnland, Irland, Bhutan, Schweden, Australien und Deutschland auf Platz 16. Dahinter rangieren Norwegen, Belgien, Ungarn, Singapur, Niederlande, Polen, Mauritius, Slowakei und Spanien auf Rang 25.

In der Einleitung zum Weißbuch wird auf zahlreiche Errungenschaften der EU in den vergangenen Jahrzehnten verwiesen. Vor allem der über 70 Jahre dauernde Frieden in der EU steht dabei an erster Stelle. Gleichzeitig wird auf den Bevölkerungsschwund in Europa verwiesen. 1900 habe Europa noch 25 Prozent der Weltbevölkerung ausgemacht, 1960 nur mehr elf Prozent und 2015 seien es lediglich sechs Prozent gewesen. Bis 2060 wird eine Abnahme auf dann nur mehr 4 Prozent vorhergesagt.

Europas Anteil am globalen Bruttonationalprodukt, also der Wirtschaftsleistung, ist demnach von 2004 bis 2015 um 22 Prozent zurückgegangen. Die USA liegen hier mit einem Minus von 24 Prozent noch schlechter. China dagegen konnte seinen Anteil um 15 Prozent steigern.

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Obwohl der Euro eine globale Währung sei, würden andere Währungen an Gewicht gewinnen. In einem“Währungskorb“ habe der Euro von 33 Prozent 2015 auf 30 Prozent im laufenden Jahr abgenommen, der Dollar von 48 auf 43 Prozent verloren. Das britische Pfund sei von 12 auf 8 Prozent in diesem Vergleich gesunken.

Die EU wird auch der größte Geldgeber für Entwicklungs- und humanitäre Hilfe gewürdigt. Schließlich wird die Bedeutung der EU als eine der am für die Gesellschaft ausgeglichensten Regionen dargestellt.


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