Berliner Flughafenchef Mühlenfeld droht die Ablösung

Berlin (APA/AFP) - Dem Chef des deutschen Hauptstadtflughafens BER, Karsten Mühlenfeld, droht die Ablösung. Wie der „Tagesspiegel“ am Mittwo...

Berlin (APA/AFP) - Dem Chef des deutschen Hauptstadtflughafens BER, Karsten Mühlenfeld, droht die Ablösung. Wie der „Tagesspiegel“ am Mittwoch berichtete, sind der Bund mit drei Stimmen, Berlin mit vier Stimmen sowie die Arbeitnehmervertreter mit zehn Stimmen gegen den BER-Chef, womit die zur Kündigung nötige Zweidrittelmehrheit erreicht ist.

Dem Bericht zufolge hielt vor der Aufsichtsratssitzung heute Abend nur Brandenburg, das vier Stimmen hat, an Mühlenfeld als Chef des Berliner Flughafens fest.

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BdF) warnte unterdessen vor einer Ablösung Mühlenfelds. Es sei „sehr fraglich, ob ein erneuter Wechsel in der Geschäftsführung einer baldigen Fertigstellung und Inbetriebnahme des BER zuträglich wäre“, schrieb der Verband an den Regierenden Bürgermeister und BER-Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Müller (SPD). Der Brief lag AFP am Mittwoch vor.

Der „Tagesspiegel“ zitierte allerdings ein Gremiumsmitglied in Bezug auf die Personalie Mühlenfeld mit den Worten: „Es wird blutig.“

Für Unmut sorgte zuletzt unter anderem der Weggang von Technikchef Jörg Marks, der seinen Posten vor einigen Tagen verlassen und das Zepter an den ehemaligen Deutsche-Bahn-Manager Christoph Bretschneider übergeben hatte. Dem „Tagesspiegel“ zufolge gibt es von Berliner Seite Kontakt zu Marks, um die Möglichkeit einer Rückkehr des Technikchefs auszuloten. Bei der Sitzung am Mittwochabend soll Mühlenfeld den Eigentümern die Personalie Marks erklären.

Der pannengeplagte Berliner Flughafen sollte ursprünglich 2011 in Betrieb genommen werden. Der Start verzögerte sich immer wieder durch technische Mängel und Pfusch am Bau. Zudem vervielfachten sich die Kosten auf mehr als 6 Mrd. Euro.


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