Italiens Bankensektor strich 12.000 Jobs in drei Jahren

Rom (APA) - Die Bankenumstrukturierung in Italien wirkt sich negativ auf die Beschäftigung aus. 12.000 Jobs sind in den vergangenen drei Jah...

Rom (APA) - Die Bankenumstrukturierung in Italien wirkt sich negativ auf die Beschäftigung aus. 12.000 Jobs sind in den vergangenen drei Jahren in Italiens Bankensektor weggefallen, 1.700 Filialen wurden geschlossen, wie Italiens Gewerkschaften heute, Mittwoch, berichteten.

Die Gewerkschaften drängen auf Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag der 311.000 Bankangestellten in Italien. Sie appellierten an die Geldhäuser, nicht mehr auf Personalabbau zu setzen, um ihre Bilanzen zu konsolidieren, sondern auf neue Entwicklungsmodelle, die Wachstum fördern könnten.

Bis Ende 2020 sollen in der Bankbranche weitere 16.000 Jobs wegfallen, berichtete die Bankengewerkschaft FABI zuletzt. Ihre Schätzung basiert auf den Entwicklungsplänen italienischer Banken. Sollte es zu Fusionen im Bankensystem kommen, auf die die Regierung in Rom drängt, könnten noch mehr Jobs wegfallen, warnte FABI.

Die Schätzungen der Gewerkschaften berücksichtigen unter anderem den Entwicklungsplan der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit. Diese hat Anfang Februar ein Abkommen mit den Gewerkschaften über den Abbau von 3.900 Arbeitsplätzen unterzeichnet. 1.300 Neuanstellungen sind geplant. Mit den bisherigen Stellenstreichungen soll die Zahl der UniCredit-Mitarbeiter in Italien bis 2019 um 9.400 Beschäftigte schrumpfen. Geplant ist die Schließung von 883 Filialen. Das sind 27 Prozent aller Zweigstellen in Italien.

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