Schäuble will sich gegen Politik der Abschottung einsetzen

Hamburg (APA/AFP) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will sich im Rahmen der deutschen G-20-Präsidentschaft gegen eine Po...

Hamburg (APA/AFP) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will sich im Rahmen der deutschen G-20-Präsidentschaft gegen eine Politik der Abschottung einsetzen. „Nationale Alleingänge oder gar eine Rückabwicklung internationaler Kooperationen und Vereinbarungen sind keine Antwort auf die globalen Herausforderungen unserer Zeit“, schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“.

Es sei „schlicht falsch“, dass die internationale Zusammenarbeit ein Nullsummenspiel mit Gewinnern und Verlierern sei.

„Kooperation zwischen den Staaten hat unser Zusammenleben sicherer gemacht, und die internationale Arbeitsteilung ist die Grundlage unseres Wohlstandes“, fügte Schäuble hinzu. Viele Menschen seien „beunruhigt über die Gefahr von Kriegen und Konflikten und den Erfolg populistischer Bewegungen“. Diese Entwicklung sei bei der deutschen Bewerbung um die G-20-Präsidentschaft nicht absehbar gewesen, sei aber für die deutsche Regierung kein Grund, die eigenen Ziele in Frage zu stellen.

In der G-20 sind die wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer zusammengeschlossen, Deutschland führt in diesem Jahr den Vorsitz des Staatenforums. Mitte März kommen die Finanzminister und Notenbankchefs der G-20 in Baden-Baden zusammen. Anfang Juli versammeln sich die Staats- und Regierungschefs zum G-20-Gipfel in Hamburg, bei dem der neue US-Präsident Donald Trump erstmals in Deutschland erwartet wird. Trump hatte sich wiederholt für eine protektionistische Handelspolitik und gegen internationale Zusammenarbeit ausgesprochen.


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