Deutsche Energiekonzerne planen etliche Ladesäulen für Elektroautos

Düsseldorf (APA/AFP) - Die Energiewirtschaft in Deutschland will mit Fördergeldern des Bundes die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deut...

Düsseldorf (APA/AFP) - Die Energiewirtschaft in Deutschland will mit Fördergeldern des Bundes die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland voranbringen. Die Branche werde die Fördermittel in großem Stil in Anspruch nehmen, berichtete das „Handelsblatt“ heute, Mittwoch, unter Berufung auf eine Umfrage bei mehreren Energiekonzernen. Innerhalb eines Jahres dürften tausende neue Ladepunkte installiert werden.

Für den Aufbau von Ladestationen stellt der Bund 300 Mio. Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Ziel ist es, bis 2020 deutschlandweit 15.000 Ladestationen zu errichten. Seit diesem Mittwoch können Förderanträge gestellt werden.

Vattenfall will laut „Handelsblatt“ beispielsweise im kommenden Jahr 400 bis 800 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland installieren. Bisher betreibt Vattenfall lediglich 110 Ladepunkte.

Der Energiekonzern EnBW wolle mit dem Tankstellenbetreiber Tank&Rast an 117 Raststätten im Südwesten zusätzliche Schnellladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten installieren. Marktführer Innogy werde auch Fördergelder beantragen, wolle aber noch keine konkrete Zahl nennen, berichtete das „Handelsblatt“ weiter. E.ON wolle zu den bisher 100 in Deutschland installierten Ladesäulen 250 weitere bauen.

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Die Autobauer Audi, BMW, Daimler, Ford und Porsche hatten Ende November ein Gemeinschaftsunternehmen angekündigt, das etwa 4.000 Ladestationen an wichtigen Standorten aufbauen will. Die Nachfrage von Kunden nach Elektroautos ist bisher noch gering. Lücken in der Ladeinfrastruktur gelten in der Branche als ein Haupthindernis, insbesondere außerhalb von Ballungsräumen. In Städten gibt es oft schon einige Angebote.


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