Werbewirtschaft optimistisch - gegen Online-Werbeabgabe

Wien (APA) - Die Werbewirtschaft ist im Moment optimistisch, fürchtet aber Bremswirkungen einer Abgabe auf Online-Werbung, wie sie im Arbeit...

Wien (APA) - Die Werbewirtschaft ist im Moment optimistisch, fürchtet aber Bremswirkungen einer Abgabe auf Online-Werbung, wie sie im Arbeitsprogramm der Bundesregierung vorgesehen ist. Nach einer „nicht sehr dynamischen Entwicklung“ 2012-2015 zeichne sich nun wieder eine „etwas stärkere Expansion der Kommunikationswirtschaft ab“, schreibt WKÖ-Fachverbandsobfrau Angelika Sery-Froschauer in einer Aussendung.

Die Werbeunternehmen „blicken mit rationalem Optimismus auf 2017“ und seien bereit zu investieren, schreibt Sery-Froschauer auf Basis der aktuellen Ergebnisse des WIFO-Werbeklimaindex. „Es ist daher völlig unverständlich, gerade in dieser sensiblen Phase, die Branche – aber auch die gesamte heimische Wirtschaft – mit einer neuen Steuer zu belasten“, wendet sich Sery-Froschauer wie schon in den vergangenen Monaten gegen eine Ausweitung der Werbeabgabe auf den Online-Bereich. Damit würde das Ziel, mehr Wachstum und Beschäftigung zu erreichen, gefährdet. Die Regierung sollte statt dessen „die Bagatellsteuer Werbeabgabe gänzlich streichen“.

Positiv sieht Sery-Foschauer hingegen die Digital Roadmap, die von der Bundesregierung kürzlich beschlossen wurde. Es sei eine „für den Innovationsstandort Österreich wichtige Initiative“. Entscheidend für das Gelingen seien vor allem der Ausbau der Infrastruktur, konsequente Förderung für Innovation und Forschung sowie Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter jeden Alters. Neue Belastungen dürfe es aber nicht geben.

Der WIFO-Werbeklimaindex erreichte im Jänner einen Stand von +21 Punkten. Bei der aktuellen Lagebeurteilung stand der Index Ende 2016 auf +29 Punkten und damit im oberen Bereich jenes Bandes, in dem er sich in den letzten sechst Jahren bewegt hat (von etwa +20 Punkten bis zu etwa +30 Punkten). In Spitzenzeiten seien es aber +40 Punkte gewesen, es gebe also noch „Luft nach oben“.

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Bei den Erwartungen für das laufende Halbjahr stehe der Index mit +12 Punkten über dem langjährigen Durchschnitt von +9 Punkten.


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