Heta lehnt Vergleich mit Tilo Berlin ab

Im Streit um eine Sonderdividende von 50 Mio. Euro im Jahr 2007 will Ex-Investor und -Bankchef der Hypo Alpe Adria sein Vermögen nicht offenlegen.

Tilo Berlin, einst Investor und Chef der Hypo Alpe Adria.
© APA/Eggenberger

Wien, Klagenfurt –Die Heta, Abbaueinheit der Kärntner Skandalbank Hypo Alpe Adria, lehnt einen Generalvergleich mit dem früheren Hypo-Chef Tilo Berlin ab. „Ein Generalvergleich zu allen anstehenden juristischen Angelegenheiten kommt für die Heta nicht infrage“, sagte ein Heta-Sprecher am Mittwoch gegenüber der APA. Er bestätigte aber, dass Berlin, wie berichtet, mit der Bitte um einen Generalvergleich an das Institut herangetreten ist. In dem Streit geht es um einen Zivilprozess rund um die Ausschüttung einer 50 Mio. Euro schweren Sonderdividende nach dem Verkauf der Hypo-Mehrheit an die BayernLB. In dieser Causa sei die Abbau-Bank jedoch zu Gesprächen über einzelne juristische Auseinandersetzungen bereit, „wenn Herr Berlin zuvor all seine Vermögenswerte offenlegt und die Einigung für die Heta wirtschaftlich von Vorteil ist“, heißt es von Seiten der Heta. Der langjährige Ex-Bankchef, der auch als Investor an dem gescheiterten Geldinstitut beteiligt war, hat bis dato aber strikt abgelehnt, sein Vermögen offenzulegen. Laut Berlins Anwalt Malte Berlin, Tilo Berlins Bruder, habe aber die Heta Gespräche über eine außergerichtliche Einigung vorgeschlagen. Offenbar will die Heta von Berlin bis zu 5 Mio. Euro einfordern. (TT, APA)


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