Aschermittwoch - Schulz bekräftigt Machtanspruch der SPD

Vilshofen (APA/dpa) - Unter dem Jubel mehrerer tausend Anhänger hat der deutsche SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz den Machtanspruch der SPD...

Vilshofen (APA/dpa) - Unter dem Jubel mehrerer tausend Anhänger hat der deutsche SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz den Machtanspruch der SPD nach der Bundestagswahl untermauert. „Die SPD tritt an, um die stärkste politische Kraft in der Bundesrepublik Deutschland zu werden. Und ich (...) trete an, um Bundeskanzler (...) zu werden“, so Schulz am Politischen Aschermittwoch im niederbayerischen Vilshofen.

In einem leidenschaftlichen Plädoyer versprach Schulz mehr soziale Gerechtigkeit und kündigte einen entschiedenen Kampf gegen Rassismus, Ausgrenzung und alle Feinde der Demokratie an. Die Zusammenarbeit von CDU und CSU verspottete er als „Zwangsehe“. „Die reden nicht miteinander, sondern übereinander“, sagte Schulz und fügte hinzu: „Die sind nicht mehr ganz beisammen.“

Die SPD wisse, „dass durch soziale Gerechtigkeit der Zusammenhalt in der Bevölkerung gestärkt wird“, sagte Schulz. Daher müsse die Agenda 2010 reformiert werden. Die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stehe nicht auf dem Spiel, wenn ein Betroffener ein Jahr länger Arbeitslosengeld erhalte und in dieser Zeit weiterqualifiziert werde. Schulz hat angekündigt, Fehler bei der Agenda 2010 korrigieren zu wollen. So will er etwa die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I für Ältere verlängern, ein Konzept hat er aber noch nicht vorgelegt.

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