Juncker: Bin nicht Propagandaabteilung von Frau Le Pen

Brüssel (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will nicht zu den französischen Wahlen und speziell nicht zur Chefin des Front N...

Brüssel (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will nicht zu den französischen Wahlen und speziell nicht zur Chefin des Front National, Marine Le Pen, Stellung nehmen. Bei einer Pressekonferenz nach der Präsentation des Weißbuchs zur Zukunft der EU Mittwoch im Europaparlament sagte Juncker: „Ich bin nicht die Propagandaabteilung von Frau Le Pen.“

„Sie will, dass ich schlecht von ihr rede. Es reicht, dass ich schlecht von ihr denke, sagen muss ich das nicht“, sagte Juncker. Zuvor hatte er auf die Frage, was passiert, wenn Le Pen die Präsidentenwahl gewinne und Frankreich aus der EU austrete, erklärt, „ich möchte nicht in die politische Debatte in Frankreich eingreifen“.

Darauf angesprochen, dass er sehr wohl zur Lage in Griechenland gesprochen habe, aber über Frankreich nicht reden wolle, sagte Juncker: „Ich unterscheide nicht zwischen den Ländern, den großen und kleinen. Es gibt Großherzogtümer, große Republiken und große Königreiche, da unterscheide ich nicht.“ Außerdem „bin ich der beliebteste europäische Politiker in Griechenland“. Es sei auch ein „kurioser Charakter Ihrer Fragen, dass ich den griechischen Ministerpräsidenten kritisiert hätte. Ich schätze ihn sehr und habe auch viel Liebe für das griechische Volk.“

Zur Wirtschafts- und Währungsunion merkte Juncker an, sie sei heute nicht zur Debatte gestanden. Im Mai werde dazu ein Papier veröffentlicht. „Es wird um die Vertiefung gehen, nicht um eine Zerstörung.“

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