Polen und Großbritannien schlagen neues Ukraine-Gespräche vor

Kiew/Moskau (APA/dpa) - Im festgefahrenen Ukraine-Konflikt haben Polen und Großbritannien ein neues Verhandlungsformat vorgeschlagen, um den...

Kiew/Moskau (APA/dpa) - Im festgefahrenen Ukraine-Konflikt haben Polen und Großbritannien ein neues Verhandlungsformat vorgeschlagen, um den Friedensprozess voranzutreiben. Der polnische Außenminister Witold Waszczykowski sagte am Mittwoch in Kiew, er hoffe, damit eine Diskussion über die Zukunft des Minsker Prozesses anzustoßen. Die Entscheidung liege aber bei Kiew.

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin betonte, bisher sei ein neues Format nicht geplant. Bisher verhandeln Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine über eine Lösung des fast dreijährigen Konflikts zwischen ukrainischem Militär und prorussischen Separatisten im Donbass. Zwei Abkommen wurden in der weißrussischen Hauptstadt Minsk getroffen.

Bei dem gemeinsamen Besuch in Kiew mit dem britischen Außenminister Boris Johnson nannte Waszczykowski keine Details, wer an einem neuen Gesprächsformat beteiligt werden könnte. Vor der Reise in die Ukraine hatte er der Agentur Tass zufolge aber angedeutet, dass er eine Beteiligung der USA befürworten würde. „Die Erfahrung des 20. Jahrhunderts zeigt, dass kein einziger Konflikt in Europa ohne die Amerikaner gelöst werden konnte“, hatte er gesagt. Johnson schlug Berichten zufolge eine Konferenz im Juli in London vor. Details waren zunächst nicht bekannt.


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