Special Olympics: 55 Jahre im Dienste für Mentalbehinderte

Graz/Schladming (APA) - Der Einsatz für Menschen mit mentaler Behinderung ist seit 55 Jahren das Anliegen von Special Olympics. Jährlich übe...

Graz/Schladming (APA) - Der Einsatz für Menschen mit mentaler Behinderung ist seit 55 Jahren das Anliegen von Special Olympics. Jährlich über 100.000 Veranstaltungen in 170 Ländern organisiert die Bewegung, deren Anfänge auf eine Initiative des Kennedy-Clans im Jahr 1962 zurückgeht. Der Verein Special Olympics Österreich wurde 1993 gegründet und ist im März Veranstalter der Special Olympics Winterspiele 2017.

Eunice Kennedy Shriver, die Schwester von US-Präsident John F. Kennedy und der intellektuell beeinträchtigten Rosemary, veranstaltete im Jahr 1962 erstmals Sommercamps (Camp Shriver) für Menschen mit mentaler Behinderung. Körperliche Aktivitäten sollen diesen Menschen helfen, sich neue Fähigkeiten anzueignen, den Alltag besser zu bewältigen, Ängste und Stress abzubauen, das Ich-Bewusstsein und Selbstvertrauen zu verbessern, den Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen zu fördern und so die Integration in die Gesellschaft unterstützen.

Bei den ersten Special-Olympics-Spielen 1968 nahmen 1.000 Sportler aus den USA und Kanada teil, mittlerweile erreicht die Organisation weltweit rund 4,2 Millionen mental beeinträchtigte Menschen. Präsident der Special Olympics ist Tim Shriver, Sohn der Gründerin.

Einer der bekanntesten und tatkräftigsten Unterstützer ist Arnold Schwarzenegger, ehemaliger Mann an der Seite von Shrivers Schwester Maria. Der Ex-Gouverneur von Kalifornien ist auch Ehrenpräsident von Special Olympics Österreich und wird als Stargast der Spiele von 14. bis 25. März in Graz, Schladming und Ramsau erwartet.

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Es sind die zweiten Spiele in Österreich nach Salzburg/Schladming 1993. Unmittelbar davor war Special Olympics Österreich gegründet worden. Der Verein betreut heute rund 20.000 Sportler über Behindertenorganisationen, Schulen, Familien und Sportvereine. In 30 Sportarten von Boccia bis Ski alpin werden das ganze Jahr über Trainings und Wettkämpfe angeboten. Zur Teilnahme an nationalen Wettkämpfen müssen Teilnehmer mindestens acht Jahre alt sein und ein amtliches oder ärztliches Attest vorweisen, das eine mentale Behinderung oder kognitive Entwicklungsstörung bestätigt.

Präsident ist Schladmings Bürgermeister Jürgen Winter, der das Amt von dem im Vorjahr verstorbenen Hermann Kröll übernommen hat. Kröll war Special Olympics Österreich ab der Gründung 23 Jahre vorgestanden.

Der Verein ist nicht gewinnorientiert und auf Spenden angewiesen. Als die drei Gold-Sponsoren fungieren das Sportministerium, das Land Steiermark sowie der Law Enforcement Torch Run. Diese Bewegung wurde 1981 in Kansas gegründet und führt seither einen Fackellauf durch, der zur bedeutendsten Spendenaktion von Special Olympics wurde. Seit 1985 wird der Fackellauf von der International Police Association, einer weltweiten Vereinigung der Exekutive, organisiert.

Durch die Aktion, an der weltweit mehr als 100.000 Polizisten teilnehmen, wurden bereits mehr als 50 Millionen Dollar (47,29 Mio. Euro) für die Special Olympics gesammelt. In Österreich tragen heuer 80 internationale und zehn nationale Polizisten die „Flamme der Hoffnung“ ab 9. März von Bregenz aus über alle Landeshauptstädte in das Planai Stadion nach Schladming, wo am 18. März das Olympische Feuer entzündet wird.


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