Lafarge-Holcim räumt Fehler bei Syrien-Geschäften ein

Rapperswil-Jona (APA/sda) - Der Zementriese Lafarge-Holcim hat in einer Stellungnahme vom Donnerstag erhebliche Fehler im Werk in Syrien ein...

Rapperswil-Jona (APA/sda) - Der Zementriese Lafarge-Holcim hat in einer Stellungnahme vom Donnerstag erhebliche Fehler im Werk in Syrien eingestanden. „Aus heutiger Sicht kann festgestellt werden, dass die für den weiteren Betrieb des Werks erforderlichen Maßnahmen nicht akzeptierbar waren“, schreibt der Konzern in einer Aussendung.

Das Unternehmen reagiert mit dieser Stellungnahme auf Veröffentlichungen, wonach Mitarbeiter im Jahr 2013 Vereinbarungen mit gewissen bewaffneten Gruppierungen und sanktionierten Parteien getroffen hätten, bis das Werk aufgrund der desolaten politischen Lage in Syrien schließlich im September 2014 evakuiert wurde.

Zeitweise haben laut Lafarge-Holcim verschiedene bewaffnete Gruppen die Gegend um das Werk kontrolliert. Aufgrund einer internen Untersuchung sei darauf zu schließen, dass das lokale Unternehmen Geld an Dritte zahlte, damit Vereinbarungen mit bewaffneten Gruppen, einschließlich sanktionierter Parteien, in der Absicht geschlossen werden konnten, den Betrieb weiterzuführen und Mitarbeitern sowie Waren einen sicheren Zugang zum Werk zu gewährleisten.

Das damalige Werk von Lafarge in Syrien arbeitete in dem betreffenden Zeitraum mit Verlust und trug weniger als 1 Prozent zum Konzernumsatz bei.

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Laut der Mitteilung habe der Konzern nunmehr Maßnahmen getroffen, damit die Compliance verbessert wird.

Die im Zusammenhang mit den geschilderten Aktivitäten in Frankreich gestellten Strafanträge kommentiert der Zementkonzern allerdings nicht, da weder Lafarge SA noch irgendeine Tochtergesellschaft Partei von diesen Verfahren seien.

~ ISIN CH0012214059 WEB http://www.lafargeholcim.com ~ APA099 2017-03-02/09:23


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