OGH-Entscheid: Linzer Autohändler darf nicht in Naturalien entlohnen

Linz/Wien (APA) - Ein Linzer Autohändler muss einem Verkäufer 9.200 Euro nachzahlen, weil er ihn statt mit dem kollektivvertraglichen Mindes...

Linz/Wien (APA) - Ein Linzer Autohändler muss einem Verkäufer 9.200 Euro nachzahlen, weil er ihn statt mit dem kollektivvertraglichen Mindestentgelt teilweise in Naturalien entlohnt hatte. Der Angestellte wandte sich an die Arbeiterkammer (AK) OÖ, die daraufhin den Arbeitgeber klagte. Der Fall ging bis zum Obersten Gerichtshof (OGH), der jetzt zugunsten des Angestellten entschieden hat.

Der Händler hatte die Unterbezahlung damit argumentiert, seinem Verkäufer das Firmenfahrzeug zur privaten Nutzung überlassen zu haben. Grundsätzlich gestatte der Gesetzgeber eine Entlohnung mit Sachbezügen nur in einem geringen Ausmaß, zitierte die AK OÖ am Donnerstag in einer Presseaussendung den Richterspruch. So dürfe auch ein Bäcker seine Beschäftigten nicht mit Semmeln bezahlen. „Arbeitnehmer brauchen Geld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten“, argumentiert die AK-Aussendung.

~ WEB http://www.arbeiterkammer.at ~ APA145 2017-03-02/10:21

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