Apothekerbank fusioniert dieser Tage mit Ärztebank

Wien (APA) - Bei den letzten Fusionen in der österreichischen Volksbankengruppe geht es jetzt um zwei Standesbanken. Ihre Fusion angemeldet ...

Wien (APA) - Bei den letzten Fusionen in der österreichischen Volksbankengruppe geht es jetzt um zwei Standesbanken. Ihre Fusion angemeldet haben die Apothekerbank und die Ärztebank (beide Wien).

Seit Ende Februar liegt der Deal bei der Bundeswettbewerbsbehörde. Demnach wird die Österreichische Apothekerbank eG in die Bank für Ärzte und Freie Berufe AG eingebracht. Dafür werden neue Aktien durch die Ärztebank ausgegeben.

Die 1910 gegründete Apothekerbank war im Frühjahr 2015 eine jener Genossenschaftsbanken, die sich dem ÖVAG/Volksbanken-Sanierungspaket und den darin festgeschriebenen sektorweiten (innerösterreichischen) Fusionsplänen widersetzt hatten, und die sich bekehren lassen mussten. Die kleine österreichische Spezialbank wäre damals lieber mit der deutschen Ärztebank zusammengegangen.

Dieser Flirt mit den Deutschen musste auf Druck von Aufsicht und Finanzministerium abgeblasen werden. Die Apothekerbank durfte den österreichischen Volksbankenverbund nicht verlassen. Als Fusionspartner war die österreichische Ärztebank vorgegeben. Die Ärztebank betreibt neben ihrer Wiener Zentrale sechs Filialen in Landeshauptstädten in Österreich. Die Apothekerbank sitzt in der Wiener Spitalgasse und hat sonst keine Zweigstellen.

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In Niederösterreich wird zur gleichen Zeit die Zusammenlegung der Waldviertler Volksbank Horn mit der Volksbank Niederösterreich vollzogen. Der Zusammenschluss wurde ebenfalls am 28. Februar bei der Wettbewerbsbehörde angemeldet.

Mit Abwicklung der letzten Verschmelzungen wird es heuer nur noch 8 regionale Volksbanken - im wesentlichen eine pro Bundesland (außer Burgenland) und zwei Spezialinstitute geben. Das war die Vorgabe bis 2017, als sich die Volksbankengruppe nach dem Beinahe-Kollaps der Volksbanken AG neu aufstellen musste.

Eine weitere Vorgabe: Die immigon (Immigon Portfolioabbau AG) als Bad Bank der Mitte 2015 zerschlagenen teilverstaatlichten Volksbanken AG (ÖVAG), soll bis Ende Dezember 2017 die Hinterlassenschaft der alten ÖVAG abverkauft haben und bis zu dem Zeitpunkt „ökonomisch liquidiert“ werden.

~ WEB http://www.immigon.com/ ~ APA184 2017-03-02/10:55


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