Gondeln der Spieljochbahn standen still

Fügen – Stillstand. Gestern Vormittag rührten sich die Gondeln der Spieljochbahn plötzlich nicht mehr. Der Betrieb wurde angehalten, der Zug...

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Fügen –Stillstand. Gestern Vormittag rührten sich die Gondeln der Spieljochbahn plötzlich nicht mehr. Der Betrieb wurde angehalten, der Zugang zur Bahn versperrt. Augenzeugen berichteten, dass es lange Zeit keine Information gab, warum die Bahn sich nicht mehr rührte. Die Skigäste im Tal wurden alternativ mit Shuttlebussen zur Geolsbahn gebracht.

Laut Bahnchef Heinz Schultz habe die Technik nicht mehr mitgespielt. „Die Spieljochbahn ist ca. eine Stunde aufgrund eines elektrischen Gebrechens außer Betrieb gewesen“, sagt Schultz auf Anfrage der TT. Doch es sei schnell reagiert worden. „Das Ersatzteil, ein Steuerungsteil, musste getauscht werden und danach konnte die Bahn wieder in Betrieb genommen werden“, erklärt der Seilbahnchef. Er betonte, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Gäste bestanden habe.

Ist der gestrige Stillstand ein schlechtes Omen? Denn die Bauverhandlung für die neue Bahn am Donnerstag verlief nicht ganz nach Wunsch des Bauherrn. Auch hier geht im Moment nichts weiter. Die Vorprüfung übernahm Jörg Schröttner aus dem Verkehrsministerium, Chef der obersten Seilbahnbehörde, in den letzten Tagen selbst. Da fuhr die Bahn noch einwandfrei. „Die technische Machbarkeit und deren Umsetzung sowie das öffentliche Interesse sind Hauptkriterien, die zu beurteilen sind. Entscheidend auch die Bauverhandlung nach dem Seilbahngesetz, die nach der Ladung von mehr als 100 Grundbesitzern und Berechtigten abgewickelt wird und noch für Unsicherheit sorgen könnte“, sagte Schröttner noch vor wenigen Tagen. Und er sollte Recht behalten. Tatsächlich seien bei der Verhandlung einige Einwände von betroffenen Grundbesitzern gekommen, die den seilbahntechnisch positiven Bescheid noch nicht rechtskräftig werden lassen, erklärte BM Dominik Mainusch auf TT-Anfrage. „Es müssen jetzt noch Gespräche geführt werden, um den geplanten Baustart am 20. März zu halten. Die Einwände werden den Baubescheid zwar nicht verhindern, aber verzögern. Wenn das der Fall wäre, könnte der Bau heuer nicht mehr starten“, sagte Mainusch. (emf, jl)

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