Europas Leitbörsen zu Mittag weiter uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf uneinheitlich und wenig verändert tendiert. Der 50 fü...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf uneinheitlich und wenig verändert tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 0,15 Prozent auf 3.385,21 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.10 Uhr mit 12.065,50 Punkten und einem kleinen Minus von 0,01 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor moderate 0,04 Prozent und steht nun bei 7.379,89 Stellen.

Nach den Konjunkturdatenveröffentlichungen zum spanischen BIP und den Einfuhrpreisen in Deutschland, rückte etwas später die Teuerungsrate in der Eurozone in den Mittelpunkt. Die jährliche Inflation im Euroraum ist im Februar auf 2,0 Prozent gestiegen. Im Jänner waren es 1,8 Prozent, vor einem Jahr hatte es sogar eine Negativinflation (minus 0,2 Prozent) gegeben, teilte Eurostat in einer Schnellschätzung mit. Größter Preistreiber war im Februar neuerlich Energie.

Die Arbeitslosenquote im Euroraum lag ebenfalls im Zentrum. Sie hat sich im Jänner wie erwartet nicht verändert. Die Quote habe wie im Vormonat bei 9,6 Prozent gelegen. Am Nachmittag erwarten die Anleger dann die in den USA anstehenden, wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosengeld.

Unternehmensseitig verschlechterten sich Aktien des internationalen Bierbrauers AB Inbev um 2,69 Prozent. Die Übernahme des Branchenrivalen SABMiller dürfte dem Konzern herbe Verluste beschert haben. Dass der Weltmarktführer im laufenden Jahr mit einem soliden Wachstum rechnet, überzeugte die Anleger nicht.

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Schwächer präsentierten sich auch die Wertpapiere der Deutschen Telekom. Einem Händler zufolge dürfte der vorgelegte Ausblick für das Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern belasten. Die Aktien des Unternehmens zogen sich mit einem Minus von 1,67 Prozent zurück.

Anders erging es dem Zementhersteller Lafarge-Holcim in Zürich. Der Konzern hat im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres einen Konzerngewinn von 535 Millionen Franken (502,49 Mio. Euro) erwirtschaftet. Aktionäre belohnten die guten Zahlen mit einem Kursplus von 3,19 Prozent.

In Zürich notierten die Anteilscheine des Pharmariesen Roche ebenfalls deutlich höher. Der Schweizer Konzern steht vor einem Erfolg in der Brustkrebstherapie: Eine Phase-III-Studie der Roche-Krebsmittel Perjeta und Herceptin in Kombination mit einer Chemotherapie habe ihr Ziel erreicht, teilte das Unternehmen heute mit. Die Aktien des Konzerns legte um 5,04 Prozent zu.

Den Schweizer Personalvermittler Adecco straften die Anleger hingegen ab, obwohl die Geschäftsentwicklung der Schweizer im Schlussquartal 2016 wieder Fahrt aufgenommen hatte: Die Titel des Unternehmens notierten um 3,58 Prozent tiefer.

Deutlich positiv zeigten sich die Wertpapiere des französischen Energiekonzern Engie mit einem Zuwachs von 7,21 Prozent. Trotz eines schwachen operativen Gewinns, dürften angekündigte Sparanstrengungen bei den Investoren gut angekommen sein.

Zuletzt schoben sich die Titel der Beteiligungsgesellschaft Melrose Industries in den Vordergrund. Nach Vorlage eines starken Jahresumsatzes, welcher drei Mal höher war, als erwartet, schossen die Titel des Unternehmens mit plus 11,10 Prozent nach oben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA286 2017-03-02/12:26


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