Wörgler Bürger meldet online zu laute Sirene

Ob die Sirene so laut jaulend starten muss? Über diese Bürgermeldung zum Probealarm jeden Samstag um 12 Uhr wundert sich derzeit halb Wörgl.

(Symbolbild)
© einsatzfoto.at

Von Michael Mader

Wörgl –Eine Bürgermeldung auf der Homepage der Stadtgemeinde verbreitet sich derzeit wie ein Lauffeuer in Wörgl: Dort fragt sich Werner Angeli, ob die Sirene denn so laut jaulend starten muss? „Es war gestern (Samstag), als ich just um die Mittagszeit hinterm ehemaligen Gradl-Gasthaus vorbeiging und die Sirene mit einem lauten unheimlichen Fauchen startete! Anfangs dachte ich, hinter mir werden Katyusha-Raketen (Stalin-Orgeln) abgefeuert! Ich wäre beinahe in Deckung gesprungen!“, steht dort zu lesen. „Die ist nur beim Starten so laut“, behauptet Angeli gegenüber der TT.

Nicht nur bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wörgl hat man sich über diesen Eintrag gewundert. „Meine Kameraden und ich stehen den Bewohnern der Stadt Wörgl 24 Stunden am Tag unentgeltlich bei jeder Witterung im Notfall zur Verfügung. Bis auf einen unserer knapp 300 Einsätze im vergangenen Jahr wurden die Kameraden mittels stiller Alarmierung zum Einsatz gerufen – ob Tag oder Nacht. Es wundert uns doch sehr, dass wir so eine Meldung als Kritik hinnehmen sollen“, sagt Feuerwehrkommandant Armin Ungericht.

Im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung geht Ungericht auf die angesprochene Sirene ein: „Im Herbst des Vorjahres haben wir die Sirene auf das Dach der Musikschule gebaut. Es handelt sich nicht wie früher üblich um eine mit Luft betriebene, sondern um eine elektronische Sirene. Die hat zugegebenermaßen einen etwas anderen Ton.“ Die Umstellung habe den Hintergrund, dass diese Sirene bei einem Stromausfall durch Batterien noch sieben Tage lang funktionsfähig sei. Der 15 Sekunden dauernde Sirenenalarm Samstag zu Mittag sei vorgeschrieben. „Da wird auch nichts verändert“, sagt Ungericht.

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