Schweizer Nationalrat genehmigte Pariser Klimaabkommen

Bern/Paris (APA/sda) - Die Schweiz soll sich am Kampf gegen den Klimawandel beteiligen. Der Nationalrat hat am Donnerstag das Pariser Abkomm...

Bern/Paris (APA/sda) - Die Schweiz soll sich am Kampf gegen den Klimawandel beteiligen. Der Nationalrat hat am Donnerstag das Pariser Abkommen genehmigt. Umstritten war, wie stark die Schweiz den CO2-Ausstoß reduzieren soll. Gegen das Abkommen stellte sich einzig die rechtskonservative SVP (Schweizerische Volkspartei).

Die Debatte drehte sich um die Folgen des Klimawandels. Zur Sprache kamen schmelzende Gletscher, Überschwemmungen, Klimaflüchtlinge, rülpsende Kühe und „alternative Fakten“. Am Ende sprach sich der Rat mit 123 zu 62 Stimmen bei acht Enthaltungen dafür aus, das Abkommen zu ratifizieren. Nun muss noch der Ständerat entscheiden.

Das Ziel ist es, den durchschnittlichen weltweiten Temperaturanstieg gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das Abkommen verpflichtet die Staaten, alle fünf Jahre ein Emissionsreduktionsziel festzulegen, das über das vorangehende hinausgeht.

Das Erreichen der Ziele ist rechtlich nicht verbindlich. Die Staaten sind aber verpflichtet, im Hinblick darauf im eigenen Land Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase zu ergreifen. Ein Teil der Reduktion kann durch Maßnahmen im Ausland herbeigeführt werden.

TT-ePaper gratis lesen und iPhone 11 Pro gewinnen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

Jetzt mitmachen
TT ePaperTT ePaper

Geht es nach dem Bundesrat und dem Nationalrat, verpflichtet sich die Schweiz auf das Ziel, das sie der UNO bereits angekündigt hat: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 50 Prozent gesenkt werden

(Meldung nach Entscheiden neu geschrieben.)


Kommentieren