Wiegemanipulation bei Schrotthändler - Teilweise Schuldsprüche

Wien (APA) - Mit drei Schuld- und zwei Freisprüchen ist am Donnerstag der zweite Prozesstag um Wiege-Manipulationen bei einem Wiener Schrott...

Wien (APA) - Mit drei Schuld- und zwei Freisprüchen ist am Donnerstag der zweite Prozesstag um Wiege-Manipulationen bei einem Wiener Schrotthändler zu Ende gegangen. Alle Urteile am Straflandesgericht sind nicht rechtskräftig.

Den Beschuldigten war zum Teil schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen worden. Sie sollen die abzuwiegenden Lkw entweder mit Gewichten beschwert oder die Waage mittels Gabelstapler angehoben haben. Auf der Anklagebank saßen der Betriebsleiter (48), die Sekretärin (45) sowie zwei Wiegemeister der Schrottfirma. Mitangeklagt war auch ein Mitarbeiter eines Großkunden.

Der 48-jährige und seine 45-jährige Kollegin waren geständig, hätten aber nur im Auftrag ihres Geschäftsführers gehandelt, der sie mit den Manipulationen beauftragt habe. Die anderen drei bekannten sich nicht schuldig, sie wollen von den Manipulationen nichts gewusst haben. Die Unregelmäßigkeiten waren aufgeflogen, als der Mutterkonzern der Schrottfirma einer Betriebsprüfung unterzogen wurde.

Das Schöffengericht (Vorsitz: Stefan Romstorfer) sprach den Betriebsleiter und die Sekretärin wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs schuldig, den Mitarbeiter des Großkunden wegen schweren Betrugs. Beide Wiegemeister konnten sich hingegen über einen Freispruch freuen.


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