Deutscher Kriminologe forderte Hausarrest als Strafe für alte Täter

Wiesbaden (APA/dpa) - Der Wiesbadener Kriminologe Rudolf Egg schlägt im Zusammenhang mit der Aufklärung alter Straftaten eine neue Sanktion ...

Wiesbaden (APA/dpa) - Der Wiesbadener Kriminologe Rudolf Egg schlägt im Zusammenhang mit der Aufklärung alter Straftaten eine neue Sanktion für betagte und gebrechliche Täter vor. „Ich könnte mir eine Art Hausarrest für Personen vorstellen, wo wegen der Schwere der Schuld keine völlige Freiheit verantwortbar wäre, aber eben keine große Gefahr besteht“, sagt Egg.

Für den Kriminologen geht es dabei um Täter, bei denen es wegen Alter oder Krankheit keine Fluchtgefahr gibt. Mit der Strafe, bei der Täter in ihren vier Wänden bleiben müssten, die sie pro Tag etwa nur für eine Stunde verlassen dürften, könnten ansonsten auch haftunfähige Menschen bestraft werden. „Eine älter werdende Gesellschaft muss sich dem Thema stellen“, sagte Egg.

Aktuell würden dagegen einige deutsche Bundesländer auf eigene Gefängnisse für Über-50-Jährige setzen. Der Hausarrest könnte eine Ergänzung „für ungewöhnliche Personen sein“.

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