Bosnien wird immer häufiger von Flüchtlingen als Transitroute gewählt

Sarajevo (APA) - Bosnien-Herzegowina wird nach Angaben der Grenzpolizei immer häufiger von Flüchtlingen als Transitroute auf ihrem Weg in di...

Sarajevo (APA) - Bosnien-Herzegowina wird nach Angaben der Grenzpolizei immer häufiger von Flüchtlingen als Transitroute auf ihrem Weg in die Europäische Union gewählt. Im Jänner wurden in zwei Fällen von der Grenzpolizei fünf Flüchtlinge aus Syrien und jeweils zwei aus Afghanistan und dem Irak aufgehalten.

Im Februar wurden bereits 26 Flüchtlinge aus Pakistan, Afghanistan, Syrien, Algerien, dem Irak, dem Iran und Palästina entdeckt, die die serbisch-bosnische Grenze illegal passiert haben. Unterdessen gab es auch Versuche von Flüchtlingen, die montenegrinisch-bosnische Grenze illegal zu passieren.

Im benachbarten Serbien liegt die Flüchtlingszahl derzeit bei gut 7.200. Ihre Zahl ist angestiegen, seit die Balkanroute für Flüchtlinge vor einem Jahr geschlossen wurde. Da die Grenzen zu Ungarn und Kroatien gut geschlossen sind, hat sich der Weg über Bosnien nach Meinung seiner Grenzpolizei als ein Alternativweg entpuppt.

Die in Bosnien aufgefangenen Flüchtlinge sollen entsprechend einem Rückführungsabkommen nun nach Serbien abgeschoben werden, berichtete das Internetportal „Klix.ba“ am Freitag.

Während der großen Flüchtlingswelle im Jahre 2015 blieb Bosnien abseits der Balkanroute. Im Vorjahr wurden nach Worten einer Sprecherin der Grenzpolizei in Bosnien allerdings 218 illegale Flüchtlinge entdeckt, um knapp 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.


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