FH Kufstein: “So verträglich verbauen wie möglich“

Das Projektmanagement für die vierte Ausbaustufe der Fachhochschule Kufstein arbeitet gerade am notwendigen Rahmenprogramm. Stiftungsvorstand Franz Mayer setzt auf Konsens mit den Anrainern.

Protestplakat auf der Wiese vor der Fachhochschule, wo die vierte Ausbaustufe entstehen soll.
© Michael Mader

Von Michael Mader

Kufstein –Im Oktober des Vorjahres wurden erstmals die neuen Pläne für den Ausbau der Fachhochschule Kufstein bekannt: Die vierte Baustufe ist zum größten Teil auf einem bereits für die FH gewidmeten Grundstück zwischen dem bestehenden Bau (Fachhochschule I) und dem Parkcafé vorgesehen. Wie berichtet, stießen die Pläne bei der FPÖ/GKL, den Grünen und ÖVP-Mandatar Richard Salzburger auf wenig Gegenliebe. Der Rücklauf der gemeinsamen Umfrage von FPÖ/GKL und Grünen im Stadtmagazin, mit welcher festgestellt werden sollte, was die Bevölkerung von den Neubauplänen hält, war aber verschwindend gering. Die Online-Petition der Grünen liegt bei 516 Unterstützern, davon 446 aus Kufstein.

Hinter den Kulissen jedoch wird fleißig an der vierten Ausbaustufe gearbeitet. Einer der neuen FH-Stiftungsvorstände, Franz Mayer, erklärt gegenüber der TT, dass das Projektmanagement derzeit das Rahmenprogramm konkretisiert: „Wir schauen uns den Mensa-Umbau an, den neuen Eingangsbereich und die Verbindung der Bibliothek“, berichtet Mayer von ersten Gesprächen. Danach sollen die Architekten mit einem Vorentwurf beauftragt werden. „Das dauert sicher noch einige Monate. Aber wir wollen so verträglich verbauen, wie es möglich ist“, kann Mayer Bedenken von Anrainern verstehen.

In Bezug auf die geplante Tiefgaragenerweiterung läuft derzeit eine Erhebung der Parkplatzsituation rund um die Fachhochschule. „Meiner Meinung nach brauchen wir die Garage. Wir rechnen ja zusätzlich mit 1000 Studenten und 100 Lehrern und wir haben auch viele berufsbegleitend Studierende, die mit dem Auto anreisen“, sagt Mayer. Kritik, dass auch mit der vierten Ausbaustufe noch immer nicht das Auslangen gefunden werden kann, versucht der Stiftungsvorstand zu zerstreuen: „Ich glaube nicht, dass wir dann noch neue Räume brauchen.“ E-Learning werde immer mehr in Anspruch genommen, durch die Technik werde dieser Bereich noch enorm wachsen. Mayer: „Auch die Professoren brauchen nicht alle ein Büro. Ich zum Beispiel habe keines in der Fachhochschule. Wenn ich da bin und arbeiten will, schaue ich, welcher Raum frei ist, und setze mich mit meinem Laptop hinein.“

Liegt schlussendlich die Entwurfsplanung vor, wird man über die Finanzierung der Baukosten reden müssen. Die Schätzung bei der Präsentation lag bei rund zehn Mio. Euro und die sollen u. a. bis auf das öffentliche WC und die Bibliothek zu je einem Drittel vom Land, der Stadt und der Fachhochschule finanziert werden.

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Laut Mayer ist im Zweijahresbudget des Landes bereits Geld für den Fachhochschulneubau reserviert, noch im Sommer müsse das Projekt auch Thema im Kufsteiner Gemeinderat sein.

Bei der Präsentation im Oktober des Vorjahres sah der Zeitplan einen Baustart im Frühjahr 2018 und eine Fertigstellung pünktlich mit Beginn des neuen Schuljahres im September 2019 vor.

In der Zukunft wünscht sich Mayer eine „schön gestaltete Verbindung zwischen dem Fachhochschul-Campus und dem Park“. Davor müsse aber erst das Tiefgaragenthema geklärt werden.


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