Skispringen: ÖSV-Adler wollen Erfolgs-WM mit Team-Medaille beenden

Lahti (APA) - Mit zweimal Gold durch Stefan Kraft sowie Mixed-Silber haben Österreichs Skispringer bei den Nordischen Weltmeisterschaften in...

Lahti (APA) - Mit zweimal Gold durch Stefan Kraft sowie Mixed-Silber haben Österreichs Skispringer bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Lahti schon groß abgeräumt. Natürlich möchte die Truppe von Cheftrainer Heinz Kuttin nun am Samstag (16.15 Uhr MEZ) im abschließenden Team-Bewerb auch noch die vierte Medaille holen. Für die letzte Schanzen-Entscheidung bahnt sich ein Vierkampf an.

Der Doppel-Weltmeister warnte aber vor übertriebenem Optimismus. „Gestern wären wir Vierte geworden. Es wird sehr schwierig, aber wir können auch Gold gewinnen. Wir müssen versuchen, in einen Lauf zu kommen“, hofft Kraft auch auf eine Steigerung seines Freundes Michael Hayböck. „Er hatte im Einzel Pech, der zweite Sprung hat ihm sehr gut getan und auch Fetti hatte einen sehr guten zweiten Durchgang.“ Kraft möchte den Bewerb übrigens entweder eröffnen oder beschließen.

Österreichs vierter Mann wurde erst am Donnerstagnachmittag bekannt. Während Markus Schiffner als einer von drei Kandidaten das Training ausließ, matchten sich auch Gregor Schlierenzauer und Andreas Kofler noch um den begehrten Platz im Team.

Grundsätzlich sehen alle Beteiligten einen Kampf von vier Nationen um die drei Medaillen. „Eine Medaillenchance haben wir nur, wenn auch ich am Samstag eine gute Leistung bringe“, sagte Hayböck, der mit dem zweiten Sprung im Einzel Aufwärtstendenzen erkannte. „Der Step ist mir da jetzt gelungen. Das gibt mir Selbstvertrauen und ich hoffe, dass ich das am Samstag mitnehmen kann.“

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Er schätzt die Polen, die Deutschen und die Norweger „extrem stark“ ein. „Wenn wir uns dazu zählen, sind es schon vier Teams für nur drei Medaillen. Das wird ein extrem harter Fight.“ Mixed-Weltmeister und Doppel-Vize-Weltmeister Andreas Wellinger legt sich auch auf diese vier Teams fest: „Alle vier müssen die besten Sprünge zeigen.“

Sein Coach Werner Schuster erwartet ein „ziemlich hartes Match zwischen Österreich, Polen, Deutschland und Norwegen. Die Norweger haben jetzt aufgeschlossen, die sind jetzt dick da. Polen ist Favorit, dann ist es offen und unsere Mannschaftsleistung war heute dünn“, sagte der Vorarlberger zur APA.

Sein Pendant, Heinz Kuttin, weiß, dass die Vervollkommnung des Medaillen-Pokers mit viertem Edelmetall schwer wird. „Darum müssen wir gut regenerieren.“ Alle Springer vom Einzel pausierten deshalb am Freitag im letzten Training.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hofft auf eine Steigerung der Teamkollegen Krafts. „Der Kraft ist in einer Superform und die anderen hinken irgendwie nach. Das ist schade, weil die können gute Leistungen bringen, aber dann will man es erzwingen. Sie müssen versuchen, dass sie wieder locker werden, dann wäre noch eine Medaille drinnen“, hoffte der Funktionär.


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