Meister ihres Faches ausgezeichnet

Die Privatstiftung der Lienzer Sparkasse ehrte junge Menschen für ihre Leistungen.

Alle zehn Preisträger und ihre Talente wurden von den Jurymitgliedern dem Publikum vorgestellt.
© Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz –Das Motto der Talentescout-Initiative wurde einst von einer Projektgruppe der HAK erdacht und bringt es auf den Punkt: „Du hast Talent, aber keine Kohle?“

Junge Menschen aus Osttirol werden für besonderes Engagement und Erfolge ausgezeichnet. Aus sechsunddreißig Einsendungen hat eine Fachjury auch heuer die besten zehn Bewerber gewählt. Die Stiftung der Lienzer Sparkasse unterstützt mit einem Preisgeld von 1000 Euro in Form eines Sparbuches. „Das soll wieder voll motivieren zum Weitermachen“, so Vorstand Anton Klocker, bevor sich die Preisträger vorstellten.

Florian Bachlechner beweist mit seinen 15 Jahren schon großes Talent am Wiener Horn. Eines Tages will er im Wiener Konzerthaus spielen. Mit seiner Hände Arbeit, einem Stuhl, hat der Tischler Mathias Auer beim Bundeswettbewerb den dritten Platz belegt. Im Lehrjahr zuvor ist dem jungen Facharbeiter der erste Platz geglückt.

„Beim Fußballspielen war ich leider zu schlecht“, gestand Julian Bachlechner aus Leisach. Auf Anraten seiner Schwester hat er sich dann dem Denksport zugewandt. Heute zählt Julian Bachlechner zu den großen Schachtalenten in Osttirol.

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„Vergelt’s Gott tausendmal“: Taten statt vieler Worte zählen für den Schlosserlehrling und Maschinenbauer Josef Wurnitsch aus dem Virgental. Um seinen Notenschnitt von 1,0 und die tägliche Präzision auf Tausendstel genau macht er kein Aufheben. Dass er ein wenig zu spät zur Verleihung gekommen war, erklärte Josef mit der Arbeit in seiner elterlichen Landwirtschaft.

Auf ihrem Mountainbike kämpft Sofie Abl aus Nikolsdorf seit Jahren um Spitzenplatzierungen bei großen Bewerben. Sechsmal pro Woche trainiert sie, ihr häufigstes Ziel dabei ist die Lavanter Alm.

Alena Klocker aus Tristach ist in einem Turnverein früh auf die Leichtathletik aufmerksam geworden und setzt heute als Sprinterin Bestmarken in nationalen und internationalen Laufbewerben.

Eine Ringsportart, die seit 800 Jahren ausschließlich im Alpenraum ausgeübt wird und keltischen Ursprung hat, ist das Ranggeln. Philip Holzer aus Unterpeischlach war schon als Fünfjähriger für seinen enormen Kampfgeist bekannt. 2015 wurde er jüngster Jugendstaatsmeister.

Martino Le kam von einfachen Erinnerungsfotos zur Foto- und Videokunst. Sein Talent stellt er bewusst mit einfachsten technischen Mitteln unter Beweis und strebt nach dem maximal Möglichen, wie er sagt.

Immer auf neue Kunststücke und Hindernisse für sein Freerunning aus ist Martin Wallensteiner. Nur wenige üben diesen Sport in Osttirol aus. „Ich nutze meine Umgebung und folge meiner eigenen Choreografie“, so Martin.

Katharina Maria Kollreider aus Lienz pendelt unter der Woche nach Innsbruck, weil sie dort das Musikgymnasium besucht. An der klassischen Gitarre schätzt sie deren Vielseitigkeit.


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