Frankfurter Rentenmarkt tendiert klar schwächer

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Freitag deutlich unter Druck geraten. Eine neue Umfrage zur französischen ...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Freitag deutlich unter Druck geraten. Eine neue Umfrage zur französischen Präsidentschaftswahl belaste die Anleihen, hieß es von Marktbeobachtern. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel gegen Mittag um 0,39 Prozent auf 164,03 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 0,34 Prozent.

Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 142,66 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen.

Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Odoxa würde der proeuropäische Kandidat Emanuelle Macron mittlerweile auch im ersten Wahlgang vor der Chefin des Front National, Marine Le Pen, liegen. Macron hatte am Donnerstag sein Programm vorgelegt.

Robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone begünstigten die Risikobereitschaft zusätzlich. In der Eurozone ist die Stimmung bei den Unternehmen im Dienstleistungssektor im Februar auf den höchsten Stand seit Mai 2011 gestiegen. Überraschend positiv haben sich die Einkaufsmanagerindizes vor allem in Italien und Spanien entwickelt.

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Nachdem eine Reihe von führenden amerikanischen Notenbankern eine weitere Zinserhöhung im März signalisiert hatte, ist am Abend auch eine Rede der Fed-Chefin Janet Yellen geplant. „Die Chefin hat das letzte Wort“, kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Mittlerweile wird die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im März an den Finanzmärkten mit 88 Prozent eingeschätzt und ist damit nahezu vollständig eingepreist.


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