Nächste Pleite: Wacker verliert trotz Führung 1:3 beim LASK

Gegen den LASK machte der FC Wacker Innsbruck lange Zeit vieles richtig. Am Ende fuhren die Tiroler aber ohne Punkte im Gepäck nach Hause.

LASK-Stürmer Rene Gartler (rechts) erzielte einen Treffer gegen den FC Wacker.
© gepa/Luger

Von Florian Madl

Pasching – Es begann mit einem Elfertor für den FC Wacker – und ein weiteres führte den LASK auf die Siegerstraße. Dazwischen lagen 90 Minuten voller Tiroler Hoffnung und Unzulänglichkeiten, die 1:3-Niederlage beim Titelanwärter der Sky Go Erste Liga hätte man sich jedenfalls sparen können.

Am Selbstvertrauen mangeltes es nach der Niederlage im Tiroler Derby nicht, das signalisierte die Aussage des Wacker-Trainers: „Meine Mannschaft kann auch beim LASK gewinnen“, meinte Karl Daxbacher unmittelbar vor Spielbeginn. Die Zuversicht nährte wohl auch die Statistik (zuletzt vier Auswärtsspiele ohne Niederlage). Die Ansage des langjährigen Trainers der Oberösterreicher klang so gesehen weder trotzig noch unrealistisch, wenn auch seine Schützlinge vor 7000 Zuschauern im Waldstadion zunächst nicht auf ihrem Posten waren.

Erste Liga:

Wattens klopft mit 3:0 gegen Wr. Neustadt im Mittelfeld an:

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Die Linzer, zuhause noch ungeschlagen (sieben Siege und drei Remis) gingen vom Auftaktsieg in Lustenau gestärkt ins Spiel, doch in Minute 31 schien dieser Elan abzuebben: Ein Tiroler Einwurf geht von Freitags Rücken auf Gartlers Arm, Elfer für Tirol. Eler lässt sich diese Chance nicht entgehen, rechts unten verwandelt er zu seinem neuen Saisontor.

Zur Sache gehen sollte es besonders in Hälfte zwei, da allerdings setzten zunächst die Tiroler die Akzente.

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57. Minute – Doppelchance: Erst sorgte Simon Pirkl für einen Stangenschuss, dem folgte Gründlers missglückter Nachschuss, das sollte sich rächen. In der 63. Minute rehabilitierte sich Gartler mit dem 1:1: Nach Ecke von Michorl köpfelte Luckeneder, Impongo und Wacker-Tormann Pascal Grünwald behinderten sich gegenseitig, der Torjäger glich aus kurzer Distanz aus. Zwar monierte der Innsbrucker im Anschluss ein Foul, doch die TV-Wiederholung der Spielszene ließ diese Frage offen: Körpereinsatz oder doch Regelwidrigkeit?

Und es kam noch dicker für die Tiroler: In der 69. Minute attackierte Michael Schimpelsberger Impongo ungeschickt, Schiedsrichter Schörgenhofer zeigte erneut auf den Elfmeterpunkt – und Rot für den Unglücksraben. Und wieder durfte Rene Gartler antreten. Sein 14. Saisontor brachte die Linzer auf die Siegesstraße. Und diese Straße mutierte zur Einbahnstraße, denn die entfesselten Oberösterreicher hatten in der Folge Chancen am Fließband. Eine davon führte zum 3:1 durch Raguz (90.), Schwarz-Grün hatte in Unterzahl zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel zu bestellen. Eine verdiente Niederlage, aber auch eine vermeidbare. Die bösen Geister des Herbstes scheinen erneut erwacht...


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